Great Western Trail - Cover

Great Western Trail – Pegasus/Eggertspiele – 2016

Spieler: 2 - 4
Dauer:
75 - 150 Minuten
Zielgruppe: Fortgeschrittene

 Expertenspiel - Spielstil Empfehlung - Zu zweit spielbar

Christian Renkel - 21.Jul.2017

Heute legen wir uns etwas Kautabak und Spucknäpfe bereit. Denn wir spielen „Great Western Trail“. Das hat schließlich alles, was Jungs von klein auf lieben. Cowboys und Eisenbahnen. Und für schwäbische Vorlieben ist mit dem Häuslebauer-Aspekt auch gesorgt. Kann ja nicht allzu viel schief gehen. Also, ab auf die Pferde und los geht es in den nicht ganz so wilden Westen.

Er wusste zu viel!

(Cowboyweisheit)


„Great Western Trail“ lebt nicht von Wildwestromantik, sondern beschäftigt sich mit dem harten Alltag eines Rinderbarons. Es müssen die richtigen Mitarbeiter angeheuert, am Viehmarkt eingekauft und die Herde optimiert werden. Gleichzeitig handelt man mit Indianern, baut neue Anlaufstellen, sammelt Zertifikate und blockiert Mitspieler. Und alles nur, um die Rinder möglichst punkteträchtig verkaufen zu können. Denn nur so schaltet man wichtige neue Fähigkeiten frei und steht am Ende siegreich da. Halleluja!


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Good, bad, I’m the guy with the gun.

(Army of Darkness)


Christian meint:

Bisher lief es bei neuen Mitspielern bei „Great Western Trail“ immer gleich. Während der ersten Erklärung wurden die Gesichter immer länger und länger. Wie sollte man sich das alles merken? Ein wahres Regelmonster entfuhr es so manch geschocktem Teilnehmer. Doch meistens dauerte es nur 2 – 3 Züge und schon ist das Spiel in Fleisch und Blut übergegangen. Nicht alle Auswirkungen des eigenen Tuns betreffend, aber zumindest vom Ablauf her. So gut greift alles ineinander, so stimmig ist es umgesetzt, dass man erst einmal vor sich Hinspielen kann. Natürlich gilt es die Zahnrädchen im Hintergrund zu erkennen, um zu wissen, was passieren wird, wenn man etwas macht, aber bis dahin hat man jedoch auch bereits in der ersten Partie seine Erfolgserlebnisse. Und wer nicht zu verbissen auf Sieg spielt, auch seinen Spaß.

Später dann geht es natürlich ans optimieren. Wann zieh ich mit meiner Lok, wie schnell können meine Gegner begehrte Bahnhöfe erreichen, wie investiere ich mein Geld. Alles wichtige Entscheidungen, die dafür sorgen, dass man sich nicht langweilt. Und, was noch wichtiger ist, alles so optimiert, dass keine Analysis-Paralysis eines Spielers das Geschehen vollkommen ins Stocken geraten lassen kann. Dafür sind die eigenen Züge angenehm kurz. Denn Ketten bauen sich über mehrere Runden auf und müssen nicht auf einmal komplett durchdacht und herunterspielt werden. So ist „Great Western Trail“ komplex, aber immer noch angenehm zu spielen.

Thematisch kann „Great Western Trail“ auch punkten. Ich liebe es einfach meinen Viehbestand zu optimieren und neue Kühe hinzu zu fügen. Gleichzeitig führen viele Wege ans Ziel. Zwar nicht alle gleich erfolgreich (so war in unseren Runden zwar derjenige, der sich auf das Bauen eingeschossen hat immer recht gut mit dabei, konnte jedoch nie den Sieg davontragen), aber immer noch spannend. Später entsteht durch eine zufällige Verteilung der Start- und der b-Seite der eigenen Gebäude noch genügend Variation, dass man nicht immer nach Schema-F herunterspielen kann. Das verlängert natürlich die Lebensdauer eines bereits guten Spiels.

Wir werden auf jeden Fall noch weitere Ausritte in den Westen starten. „Great Western Trail“ ist für mich einfach ein tolles Spiel, das ich fast uneingeschränkt empfehlen würde. Wäre da nicht eine gewisse Einstiegshürde, die eigentlich keine ist. Wer sich hier aber durchbeißt wird viel Spaß haben. Amen.

Das gefiel uns:

Das nicht so:

Zusammenfassung

Spielstil Wertung

9
10
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Hinweis:
Wir haben das Rezensionsexemplar selbst gekauft.
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Written by Christian Renkel
Christian liebt Brett- und Videospiele mehr, als ausreichenden Schlaf. Dabei ist ihm am wichtigsten, dass er in der jeweiligen Welt versinken kann. Egal, ob es die geschickte Mechanik oder die überkochende Emotion ist. So erreicht ihr ihn: Christian@Spielstil.net

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