SPIELSTIL Rezension

Silver & Gold – NSV – 2019

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Spiel entwickelt von Phil Walker-Harding
erschienen bei NSV

Man sollte immer aufpassen, zu was man genau eingeladen ist. So wird manch einer enttäuscht, wenn er zum rummachen geht und sich dann dabei wiederfindet, mit dem vermeintlichen Schwarm, eine Destille aufzubauen. Doch, was erwartet man, wenn man ein Spiel, wie „Silver & Gold“ kauft? Piraten? Schätze? Reichtümer? Doch davon ist wenig zu finden in der Schachtel. Kann das Spiel dennoch begeistern?


Wer in einem silbernen Bett schläft, hat goldene Träume.

(Sprichwort)

„Silver & Gold“ ist ein Flip & Write Spiel. Heißt, wir decken eine Karte auf und jeder muss die dort abgebildete Form auf einer seiner Inseln eintragen. Dabei gibt es bestimmte Sonderfelder, die an ein Piratenleben erinnern. Goldmünzen werden gesammelt und sorgen für kleinere Schätze, für Kreuze erhalten wir ein Bonusfeld und Palmen geben Punkte, je mehr von ihnen aktuell sichtbar sind. Ist eine Insel komplett abgegrast (alles angekreuzt), erhalten wir Nachschub. Nach 28 Zügen ist Schluss. Dann erhalten wir Punkte für vollendete Inseln, Bonusbedingungen und während des Spiels gesammelte Punkte. Wer die meisten hat, gewinnt.

In dieser Galerie findet ihr eine Runde als Beispiel:

Sobald jeder Spieler seine zwei Startinseln gewählt hat, beginnt "Silver & Gold".
Die oberste Karte des Zugstapels wird aufgedeckt.
Die angegebene Form trägt nun jeder Spieler beliebig auf einer seiner Inseln ein. Wir kreuzen dabei eine Palme an.
Nun prüfen wir, wie viele Palmen in der aktuellen Auslage sichtbar sind. Wir zählen eine und notieren uns dafür zwei Punkte (unsere angekreuzte Palme + die in der Auslage).
Die nächste Karte wird aufgedeckt.
Diesmal verteilen wir die Kreuze auf der zweiten Insel.
Für das markierte Kreuz dürften wir ein weiteres Feld anstreichen.
Die zwei Goldmünzen tragen wir auf unserer Wertungskarte ein.
Die nächste Karte wird aufgedeckt.
Da wir die einzutragenden Teile beliebig drehen können, ist es kein Problem dieses passend einzusetzen.
Eine weitere Karte kommt ins Spiel.
Die L-Form kommt auf unsere erste Insel. Dabei erwischen wir wieder ein Kreuz.
Unsere Zusatzmarkierung verwenden wir auf dem nächsten Kreuz der anderen Insel.
Dies erlaubt uns ein weiteres Feld anzustreichen.
Nun kommt eine weitere Karte.
Die Felder kreuzen wir an, ohne etwas auszulösen.
Die vorletzte Karte offenbart dieses Teil.
Ein Blick auf unsere Inseln zeigt, dass wir es nirgends eintragen können.
Wir kreuzen also ein einzelnes Feld an. Dabei komplettieren wir die grüne Insel. Diese legen wir zur Seite.
Danach suchen wir uns aus der Auslage eine neue Insel aus.
Wir haben also wieder zwei Inseln, die wir bearbeiten können.
Die letzte Karte der ersten Runde wird aufgedeckt (die unterste Karte wird nicht verwendet).
Wir markieren diese Form.
Dadurch haben wir zwei weitere Münzen, die wir uns anstreichen können. Die erste Reihe ist gefüllt.
Ein Blick auf die Rundenkarte zeigt, dass bisher noch kein Pokal gesammelt wurde.
Wir tragen uns also die sechs ein.
Danach streichen wir den entsprechenden Pokal der Rundenkarte.
Da die letzte Karte vom Stapel gezogen wurde, endet die erste Runde. Der Stapel wird wieder gemischt und wir spielen wie gezeigt weiter.
Nach vier Runden endet das Spiel.
Jeder Spieler erhält nun noch die Punkte seiner vollendeten Inseln und Bonuspunkte für die gesammelten Inseln, der angegebenen Farbe. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Ein Wort, geredet zu seiner Zeit, ist wie goldene Äpfel in silbernen Schalen.

(Bibel)

Christian meint:

Auch, wenn das Schatzkartenthema etwas aufgesetzt wirkt, weiß „Silver & Gold“ in einer geselligen Runde zu unterhalten. Die wenigen Regeln sind gleich erklärt, so dass man im Grunde genommen einfach losspielen kann. Entscheidungen sind ziemlich schnell gefällt, was dem Spiel ein angenehmes Tempo verleiht. Leider puzzelt hier jeder für sich allein, so dass keine Interaktion aufkommt. Nur ein wegschnappen von begehrten Inseln oder Pokalen erinnert daran, dass man eigentlich gemeinsam spielt. Zum Glück ist das Spiel jedoch schnell genug vorbei, bevor es arg ins Gewicht fällt.

Die Aufmachung ist dafür wieder einwandfrei. Die Qualität des Spielmaterials sorgt dafür, dass man selbst nach vielen Partien keinerlei Spuren auf den Karten entdeckt. Zumindest dann nicht, wenn alle Spieler sie nach einer Partie sauber abwischen.

Viel mehr lässt sich zum Spiel eigentlich auch nicht sagen. Eine Partie kann gut als Auflockerung oder Überbrückung gespielt werden, wenn etwas Zeit übrig ist. Doch dann ist auch gut, denn die „nur noch eine Partie“ Dauerschleife wurde bei uns nie erreicht. Das Spiel ist dennoch unterhaltsam und vor allem für Spieler geeignet, die einfach gerne locker nebenher spielen. Nichts wirklich besonderes, aber eine ganz nette Abwechslung, wenn man mal etwas Neues sucht.


Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Mit einem Klick darauf unterstützt ihr Spielstil.net mit einer kleinen Provision bei Käufen über Amazon.de. Es entstehen euch dadurch keine Kosten. Mehr Informationen dazu findet ihr in unserer Übersicht zur Transparenz.


 


Silver & Gold

NSV


Autor: Phil Walker-Harding
Dauer: ca. 15 – 20 Minuten
Spieler: 2 – 4
Schwierigkeit: Einsteiger

Anmerkungen

Silver & Gold – NSV – 2019 von Phil Walker-Harding

  • Erscheint bei NSV
  • Für 2 – 4 Spielende und dauert ca. 15 – 20 Minuten
  • Am besten geeignet für Einsteiger

Spielstil – Wertung

Christian:

7/10

Hinweis:
Wir haben das Rezensionsexemplar ohne Auflagen gratis vom Verlag bekommen.

Mehr Informationen zu Affiliate Links und Rezensionsexemplaren findet ihr in unserer Übersicht zur Transparenz und in den Bestimmungen zum Datenschutz.

Portrait-Christian Renkel-quadratisch-2
Written by Christian Renkel
Christian liebt Brett- und Videospiele mehr, als ausreichenden Schlaf. Dabei ist ihm am wichtigsten, dass er in der jeweiligen Welt versinken kann. Egal, ob es die geschickte Mechanik oder die überkochende Emotion ist.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Danke für deine Meinung