Twenty One – NSV – 2017

 

Das Vorwort halte ich kurz. Beziehungsweise, das ist diesmal nicht existent. Denn jedes Wort hier wäre zu viel. Warum, das erfahrt ihr weiter unten…

Man ist meistens nur durch Nachdenken unglücklich.

(Joseph Joubert)

„Twenty One“ ist schnell erklärt. Wer an der Reihe ist würfelt. Ist der Spieler mit dem Ergebnis nicht zufrieden darf er erneut alle Würfel werfen. Bis auf die 1er. Die bleiben liegen. Danach muss mindestens ein Ergebnis eingetragen werden. Auch von den Gegnern. Ist es gleich dem Aufdruck ist es ein Treffer. Treffer sind gut, denn sie geben Bonuspunkte. Und wer zum Schluss die meisten Punkte hat gewinnt.

Bebilderte Beispielszüge findet ihr in dieser Galerie:

 


1/17

Meine Frau hat mich erneut zu einer Partie "Twenty One" herausgefordert.

 

2/17

Sie beginnt. Da ihr das Wurfergebnis gefällt lässt sie es nach dem ersten Versuch liegen. Sie dürfte die Würfel erneut werfen, dabei werden alle Würfel liegen gelassen, die eine 1 als Ergebnis zeigen. Der Rest muss komplett neu geworfen werden.

 

3/17

Wir werfen einen Blick auf unser Blatt. Wir dürfen beliebig viele Ergebnisse ankreuzen. Solange die Farbe des Würfels passt und das Ergebnis maximal so hoch ist, wie auf dem Block angegeben.

 

4/17

Meine Frau hatte mehr Glück. Sie hatte zwei "Treffer". Das bedeutet zweimal genau die richtige Zahl eintragen können. Hierfür gibt es neben der Zahl noch ein Kreuzchen in dem kleinen Kästchen daneben. Je mehr, desto besser. Denn diese bringen einen Bonus bei der Auswertung.

 

5/17

Nun sind wir am Zug. Wir werfen die Würfel und sind auch mit dem ersten Wurf zufrieden.

 

6/17

Den Treffer bei der weißen 4 markieren wir auf unserem Blatt. Wir bleiben in der ersten Zeile, bis diese komplett gefüllt ist, erst dann geht es in Zeile 2 weiter.

 

7/17

Meine Frau würfelt wieder.

 

8/17

Hier können wir leider nur die blaue 1 eintragen.

 

9/17

Nun sind wir wieder am Zug.

 

10/17

Da uns das Ergebnis nicht zusagt werfen wir die Würfel erneut.

 

11/17

Erneut sind wir vom Ergebnis enttäuscht. Da sich nichts eintragen lässt müssen wir den freien Würfel, der am weitesten links liegt, streichen.

 

12/17

Meine Frau ist wieder an der Reihe.

 

13/17

Sie macht ihre Reihe dicht. Es werden nun die eingetragenen Ergebnisse addiert. Hinzu kommt ein Bonus, je nach Anzahl Treffer (siehe Aufstellung am unteren Rand).

 

14/17

Kommen wir noch zum Beispiel mit geworfenen 1ern. Wir haben geworfen. Das Ergebnis gefällt uns nicht.

 

15/17

Nun müssen wir den 1er liegen lassen. Die restlichen Würfel werden erneut geworfen.

 

16/17

Das Spiel ist vorbei, wenn mindestens ein Spieler die letzte Zeile gefüllt hat. Jeder zählt nun seine Ergebnisse. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Im Bild seht ihr mein Blatt.

 

17/17

Dieser ist derjenige meiner Frau. Eigentlich hätte ich behaupten sollen, dass ich gewonnen habe. Aber das ist bei "Twenty One" relativ unwahrscheinlich...

 


Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.

(Demokrit)

Okay… ich sag es ohne kurze Vorrede. „Twenty One“ ist bei uns eingeschlagen, wie eine Bombe. Samstagvormittag hatte die Postbotin bei uns geklingelt. Dabei kam dann dieses unscheinbare Spiel zum Vorschein. Ich habe die Regeln gelesen und meine Frau gegen Mittag zu einer Partie bewegen können. Dann wurde es noch eine… Und noch eine… Und noch eine… Wir haben uns das komplette Wochenende und die ersten Tage dieser Woche in einer schier endlosen „Twenty One“ Partie befunden. Der „nur noch eine Runde“ Trieb ist dermaßen hoch, dass wir bereits den halben Block leer gespielt haben.


Deswegen meine Kritik an NSV. Der Block hat viel zu wenige Blätter! ?

Aber was macht denn „Twenty One“ genau richtig. Ich kann es nicht sagen. Manchmal sind die Partien grausam. Man bekommt durch die Würfel einfach keine Punkte zusammen. Dann sitzt man fluchend und böse schimpfend am Tisch. Dann läuft es wieder wie von selbst. Ein Rekord jagt den nächsten. Die schönsten Momente sind dabei natürlich, wenn der Gegner sich entscheidet neu zu würfeln und man plötzlich 3 – 4 Treffer hat. Ich habe in den letzten Tagen so viele neue Schimpfworte lernen dürfen… Ich wusste gar nicht, dass meine Frau über ein derartiges Vokabular verfügt…

Und trotz der ganzen Partien sind wir des Spieles immer noch nicht überdrüssig. Wir würfeln fleißig weiter… Mindestens 3 – 4 Partien an einem normalen Abend. Manchmal mehr. Denn das Spiel ist erfrischend kurz. So kann man eine Niederlage nicht einfach auf sich sitzen lassen. Vor allem, wenn es die dritte in Folge ist. Dabei ist noch anzumerken, dass das Spiel zu zweit am besten funktioniert. Man ist häufig am Zug und hat das Gefühl, dass man etwas bewegen kann. Je mehr Spieler, desto weniger Einfluss verspürt man während der Partie. Somit würde ich niemals mehr Runden mit mehr als 3 Spielern wagen. Eher zu zweit, denn dann entfaltet es seinen kompletten Reiz.

Mehr kann ich jetzt auch nicht mehr zu „Twenty One“ schreiben. Bis auf, dass ein Warnhinweis auf die Schachtel gehört, denn „Twenty One“ hat uns süchtig gemacht. Hoffentlich geht es euch genauso. Auch, wenn es eigentlich ein total simples Würfelspiel ist…

 

 

Twenty One

NSV 2017


Autor: Steffen Benndorf, Reinhard Staupe
Dauer: ca. 10 – 15 Minuten
Spieler: 2-6
Schwierigkeit: Einfach

Anmerkungen

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