Qwinto – NSV – 2015

Ich könnte für „Qwinto“ nun zu einer elendig langen Einleitung ansetzen. Über den Würfel an sich. Schließlich lernt mein Sohn im Moment die einzelnen Geometrischen Figuren in der Schule. Wir beide sind nun also Fachleute, was das Aussehen eines Würfels angelangt. Jetzt warte ich noch ein paar Jahre und er kann mich endlich in das Geheimnis der Stochastik einweisen. Bis dahin erzähle ich euch einfach, dass der Würfel 6 Seiten, 8 Kanten und 12 Ecken hat. Außerdem sind alle Flächen und Kanten gleich groß.

Okay… ich glaube euch ja, dass ihr das bereits wusstet. Aber wie gesagt, ich bin noch nicht genug in Wahrscheinlichkeitsrechnung bewandert, um mit meinem Wissen in der Kategorie zu prahlen. Bis dahin verblüffe ich eben Grundschüler.
 


 

Zufälle sind unvorhergesehene Ereignisse, die einen Sinn haben.

(Diogenes)

„Qwinto“ ist ein weiteres, schnelles Würfelspiel aus dem Hause NSV. Mit wenigen Regeln ausgestattet, welche innerhalb von unter 1 Minute erklärt werden können, verspricht es einen schnellen Einstieg. Der Spieler am Zug wirft 1 – 3 Würfel. Je nach gewählter Farbe darf nun jeder die Summe der Ergebnisse eintragen. Aber es muss von links nach rechts immer größer werden und es dürfen weder in einer Zeile, noch eine Spalte Zahlen doppelt vorkommen. Zum Schluss gewinnt, wer die meisten Punkte ergattern konnte.

Bebilderte Beispielszüge findet ihr in der folgenden Galerie:

 


1/9

Ein paar Würfe im 2 Spieler Spiel sollen euch zeigen, was euch in Qwinto erwartet.

2/9

Wir sind am Zug und werfen alle 3 Würfel.

3/9

Das Ergebnis (11) dürfen wir nun in jeder Reihe eintragen (schließlich haben wir alle Würfel verwendet). Wir entscheiden uns für rot. Wir dürfen jederzeit weniger Würfel werfen, aber wir dürfen nur in eine der Zeilen der verwendeten Farbe/n eintragen.

4/9

Unser Gegner trägt die 11 in die gelbe Reihe ein.

5/9

Unser Mitspieler wirft auch alle Würfel.

6/9

Wir tragen die 6 in die rote Reihe ein. Links von der 11, schließlich muss die Reihe von links nach rechts immer größer werden.

7/9

Wir werfen erneut alle 3 Würfel (zu Beginn nicht ungewöhnlich).

8/9

Die 7 schreiben wir direkt rechts neben die rote 6.

9/9

So geht es weiter, bis entweder ein Spieler 2 Reihen oder die Fehlwürfe komplett gefüllt hat. Ist eine Zeile voll notieren wir uns die Zahl die ganz rechts steht. Falls nicht notieren wir uns die Anzahl der Ergebnisse dieser Zeile. Ist eine Spalte mit Bonussymbol (5-eck) voll notieren wir uns die dort eingetragene Zahl. Abschließend subtrahieren wir noch je Fehlwurf 5 Punkte. Gewonnen hat derjenige mit den meisten Punkten.

Kein Sieger glaubt an den Zufall.

(Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Mit „Qwinto“ wird wieder der Hang zum abstrakten Würfelspiel bedient. Erneut gilt das Markenzeichen, dass kein Spieler lange warten muss. Schließlich sind doch irgendwie wieder alle am Zug. Gleichfalls gibt es erneut ein gewisses Poker-Element. Trage ich nun die Zahl ein und wenn ja wo? Hoffe ich auf einen besseren Wurf in der Zukunft? Soll ich nun wirklich diese Würfel werfen und einen Fehlwurf riskieren? Alles immer wieder interessante Entscheidungen, die zu treffen sind.

Jedoch vorwiegend bei den ersten Partien. Später weiß man in etwa, wo man welche Zahl eintragen sollte. Man bekommt ein Gefühl für das Spiel. Natürlich nicht zu 100 %, dafür sorgt der Zufall im Spiel. Schließlich kann man weder das Ergebnis, noch seinen Gegner beeinflussen. Jedoch sitzt man mit weniger Grübeln da, als dass das Spiel flott von der Hand geht. Das ist natürlich jetzt nichts schlechtes, aber es bedient eben ein anderes Klientel.

Und so plätschert „Qwinto“ auch eher vor sich hin. Zu selten sind die Momente echter Spannungsspitzen. Natürlich fehlen sie dennoch nicht zur Gänze. Wenn man Beispielsweise mit einer 4 oder 5 eine Reihe komplett abschließen kann fiebert man natürlich mit dem Würfel mit. Das kommt dann zumeist im Endspiel vor. Wenn es heißt Punkten oder Fehlwürfe zu kassieren.

Wir legen immer wieder gerne eine Runde „Qwinto“ ein, wobei es unseren Dauerbrenner „Twenty One“ nicht ablösen konnte. Letzteres spielen wir immer noch so gut wie jeden Abend über mehrere Runden und es noch keine richtige Sättigung in Sicht. Dafür verliert „Qwinto“ auch bei mehr als 2 Spielern nichts von seinem Charme.

 

 

Qwinto

NSV 2015


Autor: Uwe Rapp, Bernhard Lach
Dauer: ca. 10 Minuten
Spieler: 2-6
Schwierigkeit: Einfach

Anmerkungen

Christian Renkel
Written by Christian Renkel
Christian liebt Brett- und Videospiele mehr, als ausreichenden Schlaf. Dabei ist ihm am wichtigsten, dass er in der jeweiligen Welt versinken kann. Egal, ob es die geschickte Mechanik oder die überkochende Emotion ist. So erreicht ihr ihn: Christian@Spielstil.net
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