Flucht – 2F Spiele – 2017

Wir haben uns „Furcht“ und „Festung“ bereits angesehen und euch erzählt, welches der beiden davon richtig gut geworden ist. Heute ist mit „Flucht“ das letzte Spiel der Fast Forward Reihe von 2F-Spiele dran. Thematisch angesiedelt bei „Alice im Wunderland“ nutzt es einen Stoff, der die Menschen schon seit vielen Jahren zum Träumen einlädt. Ob das Spiel auch ein Traum geworden ist erfahrt ihr weiter unten.
 
 


Alice: „Wie lange ist für immer?“
Weißer Hase: „Manchmal nur für eine Sekunde.“

(Alice im Wunderland)

Am Zug entscheidet man sich meistens seine einzige Handkarte auszuspielen, um die Situation zu beeinflussen. Das ist leichter gesagt, als getan, denn genau das ist die Crux daran. Wie schafft man es vier Spielern immer die passende Karte zu geben, damit das Monster sich zu Zugbeginn niemals bei einem befindet. Denn dann haben wir verloren.

Den allerersten Zug findet ihr in dieser Galerie. Ich habe extra nicht mehr abgebildet, um nicht zu spoilern. Das Grundspielprinzip könnt ihr so erkennen.

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Ich zeige euch hier den ersten Spielzug, heißt, kaum Spoiler. Das Spiel ist schnell aufgebaut. Einfach Stapel in die Mitte legen.

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Wir nehmen die oberste Karte und bekommen die ersten Anweisungen.

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Befolgen wir diese kommen wir zu folgendem Spielaufbau.

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Außerdem bekommen wir weitere Anweisungen.

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Lewis beginnt. Da er nur eine Karte hat, muss er diese ausspielen.

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Die Karte kommt auf den Ablagestapel.

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Wir decken die oberste Karte auf.

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Und schenken diese Twiedeldum.

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Da wir am Zugende keine Karte mehr haben, ziehen wir eine nach.

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Nun ist der nächste Spieler in der aktuellen Richtung dran.

„Und was nützen Bücher,“ dachte Alice, „ohne Bilder und Gespräche?“

(Alice im Wunderland)

Es tut mir leid, aber „Flucht“ hat uns, trotz der Vorfreude, nicht allzu sehr gefallen. Wobei die optische Aufmachung die hübscheste der ganzen „Fast Forward“ Titel ist. Die Bilder sind schön gestaltet und zeigen einem viele Bekannte aus Kindheitstagen.

Das Spiel selbst wirkt dabei mehr wie ein mathematisches Rätsel, als ein Spiel. Das Rätsel konnten wir nicht komplett lösen. Wobei, ich sollte es anders ausdrücken. Wir sind bis ans Ende gelangt und dort gescheitert. Aber, wir hatten keine Lust einen weiteren Versuch in Angriff zu nehmen. Denn auch, wenn die Bilder einen einladen schafft es „Flucht“ nicht, dass man thematisch in die verrückte Welt des Wunderlandes eintauchen kann.

Manch einer mag vielleicht denken, dass zu wenige Entscheidungsmöglichkeiten existieren, da man in seinem Zug zumeist lediglich eine Karte besitzt. Jedoch genau diese Limitierung ist es, die den eigentlichen Reiz ausmachen sollte. Man muss gemeinsam genau planen, um zu überstehen. Eigentlich gibt es durch die Karten auch immer wieder Abwechslungen, die einen vor neue Herausforderungen stellen. Es besitzt also eigentlich beste Voraussetzungen. Und dennoch will das Spiel überhaupt nicht zünden. Ist es der fehlende Zufall (die Karten kommen schließlich durch die Sortierung genau, wie gedacht)? Oder der thematische Bruch? Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen.

Schade, denn ich hatte mich wirklich am meisten auf „Flucht“ aus der Fast Forward Reihe gefreut. Steht ihr auf Logik- oder Mathe-Rätsel dürft ihr dennoch gerne einen Blick riskieren. Für mich ist „Flucht“ jedoch eher der Gemüseteller im Steakhouse. Du weißt, es hat alles, was dein Körper braucht, mehr Spaß hast du jedoch mit einem schönen, richtig gebratenen Stück Fleisch (Vegetarier und Veganer mögen mir verzeihen).

 

Flucht

2F Spiele 2017


Autor: Friedemann Friese
Dauer: ca. 60 Minuten
Spieler: 1 – 4
Schwierigkeit: Fortgeschritten

Anmerkungen

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