Festung – 2F-Spiele – 2017

„Fast Forward“ und „Fabelspiele“ waren der Trend in diesem Jahr bei 2F. Nachdem wir bereits „Furcht“ beleuchtet haben, wenden wir uns hier „Festung“ zu. Auch dieses Spiel hat wieder den Vorteil, dass man keinerlei Regeln Studieren muss. Auspacken, auf den Tisch legen und los gehts. Ob das gut geht erfahrt ihr weiter unten.
 
Festung
 

Keine Festung ist so stark, dass Geld sie nicht einnehmen kann.

(Marcus Tullius Cicero)

In „Festung“ dreht sich Sieg und Niederlage um das namensgebende Gebäude. Durch erfolgreiche Angriffe wechselt sie munter den Besitzer. Wer sie zum Schluss hält, gewinnt die aktuelle Runde. Wer siegreich sein möchte muss Sammeln, Bluffen und ein Näschen für den richtigen Moment haben.

Die Erstpartie könnt ihr euch in dieser Galerie ansehen.

In dieser Galerie zeigen wir euch die erste Partie mit 3 Spielern. Daher gilt Spoilerwarnung!
Das Spiel ist dank "Fast Forward" schnell aufgebaut. Die erste Regel wird offen hingelegt. Sie besagt, dass wir im Zug eine Karte ziehen.
Wir ziehen eine Festung.
Diese muss sofort in die Mitte gelegt werden.
Als Ersatz erhalten wir eine andere Karte vom Stapel.
Mitspieler 1 zieht eine Karte.
Mitspieler 2 auch.
Wir sind wieder an der Reihe und nehmen eine weitere Karte auf.
Dabei legen wir eine neue Regel frei.
Wir können ab jetzt Festungen erobern.
Oben auf liegt eine weitere Regel.
Hier werden uns die Stärken der einzelnen Monster angezeigt, die für uns kämpfen.
Mitspieler 1 übernimmt mit seiner Kreatur die Festung.
Unser zweiter Gegner zieht erst einmal eine Karte.
Wir greifen mit unserer 1er Karte die besetzte Festung an. Unser Gegner wirft einen Blick auf den Angreifer.
Dieser war gleich oder niedriger, als der Verteidiger, weswegen er die Karte erhält und die Festung bei ihm bleibt.
Spieler 3 zieht wieder eine Karte.
Wir tun es ihm gleich und entdecken eine Sanduhr. Diese wandert in die Mitte. Liegen dort 3 Sanduhren ist das Spiel vorbei.
Wir tun es ihm gleich und entdecken eine Sanduhr. Diese wandert in die Mitte. Liegen dort 3 Sanduhren ist das Spiel vorbei.
Gegner 1 zieht auch eine Karte.
Unser dritter Spieler greift mit 2 Karten an. Wir sehen nicht, was sich dahinter verbirgt. Wir wissen lediglich, dass alle Angreifer dieselbe Stärke haben müssen.
Der Besetzer der Festung wirft einen Blick darauf. Die Angreifer waren stärker, Spieler 3 erhält die Festung und eine Verteidigerkarte.
Etwas eingeschüchtert ziehen wir erst mal eine Karte.
Wir springen etwas in die Zukunft. Wir haben nun mehr Monster auf der Hand.
Die Tabelle unten zeigt an, dass 3 1er Monster gemeinsam 9 Stärke haben.
Mit diesen greifen wir mal die Festung an.
Unser Gegner hatte weniger Stärke mit seinen Verteidigern. Wir erhalten die Festung und einen seiner Verteidiger.
Lange währt der Frieden nicht. Unser Mitspieler Nr. 1 greift an.
Wir werfen einen Blick auf die angreifenden Karten. Sie haben eine Stärke von 12, was höher ist, als unsere 9er Verteidigung.
Unser Angreifer erhält die Festung und einen unserer Verteidiger.
Kurz darauf wird die dritte Sanduhr umgedreht. Das Spiel ist vorbei. Spieler 2 gewinnt, weil er die Festung hat.
Direkt zum Schluss gibt es noch eine neue Regel.
Dort wird beschrieben, was mit den Karten nach dem Spielende geschieht. Somit sind wir bereit für die nächste Runde.

Während die Weisen grübeln, erobern die Dummen die Festung.

(Sprichwort)

Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von „Festung“ halten soll. Auf der einen Seite finde ich diverse Aspekte interessant und gut. Da wäre das sich entwickelnde Spiel, welches immer wieder kleinere Überraschungen bereithält. Außerdem bietet es eine direkte Interaktion mit den Mitspielern, was ich stets bevorzuge. Auf der anderen Seite steht ein Spiel, welches vollkommen willkürlich daherkommt. Die Karten, die man zieht (welche natürlich maßgeblich über Sieg oder Niederlage entscheiden) oder das variable Spielende, bei dem man nie genau weiß, wann es eintreten wird. Damit stellt sich „Festung“ gefühlt selbst ein Bein.

Durch die sehr limitierte Spieldauer fühlt man sich eigentlich eher ausgeliefert. Das Spiel, bzw. die gezogenen Karten geben die genaue Marschrichtung vor. Hier hätte ich mir noch zumindest eine Möglichkeit zur Manipulation gewünscht, damit es nicht nur vom Kartenglück abhängt, ob ich die passenden Helfer sammeln kann. Dabei könnt ihr euch eine Faustregel aufstellen. Je mehr Spieler dabei sind, desto weniger Züge werdet ihr in haben.

Somit bleibt „Festung“ ein Erlebnis, welches man versuchen kann, aber nicht unbedingt muss. Ein Spiel, das von „Furcht“ – ebenfalls aus der „Fast Forward“ Reihe – locker in die Tasche gesteckt wird.

 

Festung

2F-Spiele 2017


Autor: Friedemann Friese
Dauer: ca. 10 Minuten je Runde
Spieler: 2 – 4
Schwierigkeit: Einsteiger

Anmerkungen

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