EXIT – Die vergessene Insel – Kosmos – 2017 Spoilerfrei

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Autor: Kein
Verlag: Kein

Spieler: 
Dauer:

Zielgruppe: Kein

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10

Exit, ein Spiel, zwei Lager. Die einen lieben die neue Reihe von Kosmos, die anderen scheinen sie regelrecht zu hassen und zu verachten. Ein Spiel, das man zerstören muss? Das man nur einmal spielen kann? Welch Frevel! Ich persönlich gehöre klar ins Lager der Escape Room Liebhaber. Ich mag die Atmosphäre am Spieltisch, den Zeitdruck, die Rätsel. Alles, was dazu führt, dass man so richtig schön in eine Geschichte gezogen wird. Gleichzeitig zeigt man dem Spiel, dass es das Team nicht hinters Licht führen kann. Und so war es natürlich eine Herzensangelegenheit die neue „Staffel“ an EXIT Spielen zu konsumieren. Begonnen haben wir „Die vergessene Insel“. Wie es uns dabei ergangen ist lest ihr weiter unten. Garantiert spoilerfrei.

 

 

Behalte deine Ängste für dich, aber teile deinen Mut mit anderen.

(Robert Louis Stevenson)

In „die vergessene Insel“ verschlägt es uns nach einem Schiffbruch auf ein einsames Eiland. Am Strand finden wir eine goldene Scheibe und ein Buch, welche uns auf eine Reise schicken, die geprägt von allerlei Rätsel ist. Diese verlangen von uns ums Eck zu denken oder Informationen richtig zu deuten. Werden wir die Aufgabe bewältigen oder einsam und verlassen auf der Insel unser Ende finden?

Die kleinen Dinge sind unendlich wichtig.

(Sir Arthur Conan Doyle)

Bevor ich meine Meinung abgebe, möchte ich erst einmal eins loswerden. Ein Geständnis. Wir haben bei „die vergessene Insel“ gnadenlos versagt. An fast allen Ecken und Enden. Und das trotz immenser Escape-Room-Brettspielerfahrung. Dabei haben wir mit Exit (Kosmos), Escape Room (Noris), Unlock! (Space Cowboys) und Escape the Room (Think Fun) bereits unter Beweis gestellt, dass wir nicht auf den Kopf gefallen sind. Doch hier haben wir unseren Meister gefunden. Wir mussten tatsächlich mehrere Tipp-Karten einsehen, weil wir vollkommen auf dem Schlauch standen. Teilweise, weil wir bestimmte Dinge übersehen haben, teilweise, weil wir Gedankengängen nicht folgen konnten.

Mein größter Kritikpunkt ist dann auch die Sucherei. Ein paar Sachen sind sehr gut versteckt. Doch haben wir aus den 90er Jahren eines gelernt. Keiner mag die pixelgenaue suche in Adventures. Niemand. Weiter will ich darauf schon gar nicht eingehen, da ich sonst etwas verraten würde.

Die Rätsel an sich schwankten von stimmungsvoll bis abstrakt. Die richtig ins Thema eingebetteten haben uns natürlich Freude bereitet. Die anderen hatten uns dann auch am meisten zugesetzt. Direkt vor eine Wand gestellt, gegen die wir immer und immer wieder gerannt sind, weil wir einfach selbst durch knobeln, herumprobieren und Material anschreien (okay, das ist auch eher unproduktiv) nicht weiter kamen.

Dabei hat man natürlich eine gewisse Hoffnung. Das Material ist schön und stimmungsvoll gestaltet. Die Rätsel gewohnt abwechslungs- und einfallsreich. Das Drumherum auch perfekt in die Geschichte eingebettet. Schön wäre noch gewesen, wenn wir die versprochene stimmungsvolle Hintergrundmusik in der Kosmos-Erklärapp gefunden hätten. Da dort (in unserem Fall unter IOS) jedoch keines der neuen Exit Spiele aufgeführt war, haben wir den Timer zu „das geheime Labor“ laufen lassen.

Von allen bisher gespielten Escape Spielen war für uns persönlich „die vergessene Insel“ das schwächste. Aber, das bedeutet jetzt nicht im Umkehrschluss, dass es ein schlechtes Spiel ist. Mitnichten. Es ist wie immer sehr schön aufgemacht und bietet einige harte Nüsse bei den Rätseln. Wer also Escape Rooms noch vor dem Aufstehen im Halbschlaf löst, der kann sich gerne an „die vergessene Insel“ wagen. Wer bereits mit den anderen seine Probleme hatte und nicht unbedingt frustresistent ist, der sollte einen Bogen um dieses Spiel machen.

 

 

Exit: die vergessene Insel

Kosmos 2017


Autor: Inka und Markus Brand
Dauer: ca. 60 – 90 Minuten
Spieler: 1-6
Schwierigkeit: Fortgeschrittene

Anmerkungen

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Christian Renkel
Written by Christian Renkel
Christian liebt Brett- und Videospiele mehr, als ausreichenden Schlaf. Dabei ist ihm am wichtigsten, dass er in der jeweiligen Welt versinken kann. Egal, ob es die geschickte Mechanik oder die überkochende Emotion ist. So erreicht ihr ihn: Christian@Spielstil.net
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