Punktesalat - Cover

SPIELSTIL Rezension

Punktesalat

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Spiel entwickelt von Molly Johnson, Robert Melvin, Shawn Stankewich
erschienen bei AEG, Pegasus Spiele

Punktesalat, der

Ein vorwiegend bei Euro-Spielen anzutreffender Umstand, der dafür sorgt, dass man an allen Ecken und Enden mit Punkten beworfen wird. Manchmal liebevoll auch Feldsalat genannt.

Wenn man montags grüne Blätter zu sich nimmt, dienstags Essig und mittwochs Öl: Kann man dann donnerstags sagen, man habe Salat gegessen?

(Christian Friedrich Hebbel)

Punktesalat ist schnell erklärt. Am Zug nimmt man entweder zwei Gemüse- oder eine Punktekarte. Zusätzlich darf man eine seiner Punktekarten auf die Gemüseseite drehen.

Punktesalat

Eine typische Auslage.

Sind alle Karten ausgegeben, rechnet jeder nach, wie viele Punkte man erreicht hat. Der mit den meisten gewinnt.

Einsamkeit ist ein Höhepunkterlebnis, das man sich erst einmal hart erarbeiten muss.

(Christa Schyboll)

Christian meint:

Ich bin mir nach den ganzen Partien Punktesalat immer noch nicht sicher, ob ich hier wirklich ein Spiel oder eher ein Experiment vor mir habe. Und egal, wie häufig ich es spiele, ich werde nicht so recht warm mit dem Ganzen.

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Die unterschiedlichen Salatarten.

Die Mechanik ist relativ simpel, was im Kern nichts Schlechtes ist. So kann ich auch mal meine Mutter, die laut ihrer eigenen Aussage keine neuen Spiele mehr lernen möchte, einfangen und ihr ein Kartenspiel unterjubeln, welches sie noch nicht kennt. Neue Mitspieler können also problemlos integriert werden. Aufbauen und losspielen. Der Rest kann direkt in der ersten Partie passieren.

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Ein paar Wertungskarten.

Jetzt hat Punktesalat eigentlich richtig gute Voraussetzungen. Einfache Regeln, schnelles Spiel und ein Meta-Witz sollten für witzige Momente sorgen. Und dennoch will es mir einfach nicht gefallen. Viel zu belanglos fühlt sich mein eigenes Tun an. Klar ist es ein Spiel, das dir eine Ausgangslage gibt und sagt, mach das Beste draus. Aber gleichzeitig ist es zu zufällig darin, welche Karten überhaupt bei mir ankommen werden. Denn die Auslage ändert sich im steten Wandel mal glücklich (sich gegenseitig befeuernde Punktekarten mit passendem Gemüse), mal äußerst ärgerlich. Inklusive allen Abstufungen dazwischen.

Punktesalat-003Doch Punktesalat ist eines. Kurz. Da könnte ich über vieles hinwegsehen. Wenn denn richtige Emotionen im Spiel sind. Aber meine Mitspieler sind eher distanziert und auf sich selbst konzentriert. Und so ist es umso ironischer, dass gerade Punktesalat genau das fördert, worüber es sich eigentlich auf gewisse Art und Weise lustig macht. Nämlich das gemeinsame Solo-Spiel mit Punktnuancen.

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Am Schluss wird abgerechnet.

Der Witz möchte bei mir auch nicht recht zünden. Klar verstehe ich, was es mit dem Spiel auf sich hat und dass es theoretisch funktioniert. Aber mehr als ein nett will mir hier nicht über die Lippen kommen.

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Punktesalat - Cover

Als Experiment mal ganz nett. Ist aber kein Spiel, das mich auf irgendeine Art und Weise in Extase versetzt, obwohl es mechanisch funktioniert.

Spielstil – Wertung

Christian:

5/10
Das gefiel uns
  • Meta Witz.
  • Jeder kann mitspielen und gewinnen …
Das nicht so
  • … was aber auch in einer großen Zufälligkeit liegt.
  • Relativ emotionsarm
Hier bekommt ihr „Punktesalat“

Milan-Spiele

Hinweis:
Wir haben das Rezensionsexemplar ohne Auflagen gratis vom Verlag bekommen.

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Christian Renkel

Christian liebt Brett- und Videospiele mehr, als ausreichenden Schlaf. Dabei ist ihm am wichtigsten, dass er in der jeweiligen Welt versinken kann. Egal, ob es die geschickte Mechanik oder die überkochende Emotion ist.

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