Drop it – Kosmos – 2018

Der Game Boy wurde durch Tetris zum Millionenseller. Dabei passiert eigentlich nichts Aufregendes. Verschieden geformte Steine fallen von oben in einen Schacht und sollen sauber angeordnet werden. “Drop it” hat ein ähnliches Spielprinzip, jedoch komplett andere Regeln. Kann das Geschicklichkeitsspiel wie das Videospielpendant begeistern? Das erfahrt ihr weiter unten.


Ein Kluger, der erfolgreich sein will, muss erst mal clever werden.

(Erwin Koch)

In “Drop it” dreht sich alles um den Schacht, in den alle Spieler ihre Scheiben einwerfen. Jedoch nicht beliebig, denn berührt einer der Steine eine gleiche Form oder Farbe, bekommt man keine Punkte. Schafft man den richtigen Wurf zählt die Höhe, in der die eigene Scheibe liegt und, ob sie eines der Bonusfelder bedeckt. Sind alle Steine eingeworfen gewinnt der Spieler, der die meisten Punkte ergattern konnte.

In dieser Galerie findet ihr einen kurzen Ablauf des Spiels:

Heute steht eine kleine Partie "Drop it" zu zweit an. Dabei erhält jeder Spieler die Steine von zwei Farben.
Wir beginnen und entscheiden uns ein gelbes Dreieck in den Schacht zu werfen.
Dabei hatten wir Glück. Wir berühren nicht nur kein durchgestrichenes Dreieck (was 0 Punkte zur Folge gehabt hätte), sondern decken einen der Bonuskreise ab. Die höchste Stelle des Dreiecks liegt bei 1 Punkt. Der Kreis ist 2 Punkte wert.
Wir gehen also 3 Schritte vorwärts.
Unser Gegner wirft ein grünes Quadrat ein. Auch er berührt kein durchgestrichenes Symbol. Zusätzlich dazu würde es keinen Punkt geben, wenn eine Scheibe ein gleichfarbiges oder gleichförmiges Teilchen berührt. Auch diese Scheibe liegt bei 1 Höhe.
Diesen Punkt markiert er sich.
Wir werfen als nächstes einen roten Kreis. Mit diesem erhalten wir 1 Punkt.
Unser Gegner wirft ein blaues Dreieck. Pech für ihn. Er berührt ein bereits eingeworfenes Dreieck, so dass er keine Punkte erhält.
Wir verwenden als nächstes eine Raute. Diese landet in Höhenstufe 2, so dass wir 2 Punkte erhalten.
Das Spiel endet, wenn alle Scheiben eingeworfen wurden.
Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Durch die eigenen Fehler wird man klug, durch die Fehler anderer wird man clever

(Gerhard Uhlenbruck)

“Drop it” wird zwar voraussichtlich keinen Hype auslösen, wie es Tetris seinerzeit vergönnt war. Dennoch ist es ein schön gestaltetes Spiel für die komplette Familie. Die Haptik der Holzscheiben fügt sich gut ins Gesamtbild hinein. Alle Spielteile sind dazu gut verarbeitet, so dass man lange Zeit seinen Spaß haben kann.

Für jüngere Kinder kann das Spiel teilweise etwas frustrierende Momente haben. Als Erwachsener akzeptiert man, dass die eingeworfenen Scheiben manchmal ein Eigenleben besitzen und munter auch mal an das andere Ende des Spielfelds springen. Dass man durch Übung zwar besser einschätzen kann, was passieren wird, aber keine 100 %-ige Kontrolle erlangt, werte ich eher positiv. So bleiben auch Matches gegen geübtere Spieler spannend.

Eine Partie ist kurz. Fast schon zu kurz. Ein gutes Indiz für ein Spiel, das einem gefällt. Der Zustand ist nicht wirklich unbefriedigend, schließlich kann man sofort eine weitere Partie anhängen, aber dennoch fühlt es sich etwas komisch an.

“Drop it” ist die pure Essenz eines Geschicklichkeitsspiels. Gut spiel- aber nicht vorhersehbar. Mir persönlich fehlt jedoch noch ein kleiner Kniff, der das Spiel komplettiert hätte. So, wie es ist, spielt man es gerne, aber zur endgültigen Begeisterung fehlt noch etwas. Dennoch ist “Drop it” eine Bereicherung für verregnete Nachmittage. Tee, Kaffee, Kuchen und gemeinsames Spielen, was will man mehr?

Drop it

Kosmos 2018


Autor: Bernhard Lach & Uwe Rapp
Dauer: ca. 5 Minuten je Spieler
Spieler: 2 – 4
Schwierigkeit: Einsteiger

Anmerkungen

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