Pandemie Poker - Cover
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Pandemie Poker

Autor: unbekannt
Spieler: 2 – 6
Dauer: 15 Minuten
Komplexität: Einsteiger

Transparenz:
Kostenloses Rezensionsexemplar

Pandemie Poker

Pandemie und Spaß dabei? Das dachte sich zumindest Noris, als es Pandemie Poker auf die Menschheit losgelassen hat. Über Geschmack lässt sich natürlich vortrefflich streiten, weswegen es den Lesern selbst überlasse, ob sie Gewissensbisse bei diesem Thema haben.

Zwischen Querdenkern und Klopapier

Pandemie Poker ist Uno mit Abstandsregeln und seltsamen Sonderfähigkeiten. Auf den Stapel wandern keine direkt benachbarten Karten, sondern es dürfen nur die Werte abgelegt werden, die auf der vorherigen Karte als zulässig angegeben sind. Schließlich müssen wir ja Abstand halten. Zusätzlich gibt es noch Sonderkarten, die ich jederzeit spielen darf, wenn ich zwei derselben Art habe. So lasse ich aussetzen oder Karten ziehen. Alternativ werde ich hiermit auch CoVid19 Karten los oder tausche Handkarten. Und wo wir schon bei CoVid19 Karten sind. Haben wir drei davon auf der Hand, scheiden wir aus dem Spiel aus. Wer nun zuerst seine kompletten Handkarten loswird, gewinnt.

Pandemie-Poker-Karten

Witz komm raus, du bist umzingelt!

Quarantäne, Lockdown, Handseife

Ich bin mir nicht sicher, welches Bild Pandemie Poker verbreiten möchte. Fakt ist, dass hier eine bestehende Idee genommen und paar Corona-Schlagwörter auf Karten gebannt wurden, um ein Spiel daraus zu basteln. Das ist weder sonderlich spannend noch auf irgendeine Art und Weise witzig. Manchmal spielt es sich ganz nett, bringt aber keine Vorteile gegenüber bestehenden Spielen wie Maumau, UNO oder Frantic. Kann man spielen, muss man aber nicht.

Ramba Zamba
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Ramba Zamba

Autor: Johannes Schmidauer-König
Spieler: 2 – 5
Dauer: 20 Minuten
Komplexität: Einsteiger

Transparenz:
Kostenloses Rezensionsexemplar

Ramba Zamba

Ich hatte mal eine Kassette von Benjamin Blümchen, auf welche nur Lieder des grauen Elefanten waren. Eines davon geht mir aktuell immer wieder im Kopf herum. “Wir sind die Ramba Zamba Band…”, hieß es dort und mein Textwissen setzt genau an dieser Stelle aus. Weswegen es schlimmer ist als jede Rickroll oder Atemlos, da sich dieselbe Textzeile immer und immer wieder im eigenen Kopf wiederholt.

Was das mit dem hier vorzustellenden Kartenspiel zu tun hat? Eigentlich überhaupt nichts.

Hund frisst Fuchs, Fuchs frisst Huhn, Huhn frisst Wurm

Grundlage des Spiels ist eine Art natürlicher Nahrungskette. Denn am Zug spielen wir eine unserer Handkarten auf unseren oder einen gegnerischen Hof. Dort angelangt, wird geprüft, ob die neue Karte bis zu zwei der bestehenden eliminiert. Heißt spiele ich ein Huhn, frisst das bis zu zwei der ausliegenden Würmer. Schützen kann man sich mit einem passenden Heuhaufen. Doch auch diese sind dank Mistgabeln nicht zu 100 % sicher. Und wenn im entscheidenden Moment dann noch der Bauer kommt, müssen auch mal Hunde gehen.

Gewonnen hat, wer es in diesem Chaos schafft 5 gleiche Tiere zu sammeln.

Ramba Zamba - Karten

Die Nahrungskette nach Ramba Zamba Art.

Eine Kuh macht Muh – Viele Kühe machen Mühe.

Wollt ihr eure Kinder auf das Leben vorbereiten, spielt mit ihnen Ramba Zamba. Denn die Frusttoleranzgrenze wird hier teilweise auf eine harte Probe gestellt. Schließlich ist das Spiel, dank seiner hohen Interaktionsdichte, voller Take-That Momente. Soll heißen, wer auch nur droht zu gewinnen, wird die volle Härte der Mitspieler erfahren. Das bringt das Spiel zu einem steten Auf und Ab, bei dem einem nicht immer bewusst ist, wie man das Spiel denn nun eigentlich gewinnen soll.

Aber hier ist eindeutig der Weg das Ziel. Denn ab und an kommt einem Ramba Zamba schon arg willkürlich vor. Schon dadurch, dass man eigentlich überhaupt nicht planen kann, sondern dem Spiel (und seinem lieben Mitspielern) auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Das dämpft dann das positive Spielgefühl etwas, da ich dann doch lieber ein wenig mehr Kontrolle über mein Tun habe. Wer aber auf emotionale Momente steht und seinen Mitspielern gerne das Leben schwer macht, kann hier bedenkenlos zugreifen.

Kurz vor Knapp - Cover
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Kurz vor Knapp

Autor: Helmut & Tobias Punke
Spieler: 2 – 4
Dauer: 30 Minuten
Komplexität: Einsteiger

Transparenz:
Kostenloses Rezensionsexemplar

Kurz vor Knapp

Wir hatten ja früher nichts. Nur ein paar Stöcke und Steine. Hier musste man sich noch selbst ausdenken, wie man damit spielte. Heute muss einem ja auch noch das abgenommen werden, indem man das Holz in einen Karton wirft und Regeln beilegt. Vollkommen verweichlicht die Generation von heute.

Pi mal Daumen

Die Holzstäbe sind in einer Spirale um das Spielfeld angeordnet. Per Augenmaß muss der aktive Spieler nun einschätzen, ob er den aktuellen Stab irgendwo einbauen kann. Die einzige Regel – beide Enden müssen komplett auf einer Säule liegen. Schaffen wir das, dürfen wir neue Säulen einbauen. Je höher der Stab platziert wurde, desto mehr Säulen verlieren wir aus unserem Vorrat. Und das ist das Ziel. Als erster keine Säulen mehr zu haben.

So kurz, so einfach. Wobei das Spiel noch einen Clou aufweist. Hat ein Spieler angesagt, wo er den Stab einbauen möchte, können die Mitspieler ihm den Zug abjagen, indem sie eine höhere Stelle finden an der der Stock eingebaut werden kann.

Passt… Passt… Passt… Passt nicht.

Mit Kurz vor Knapp merkt man erst, wie schlecht das eigene Augenmaß in Wirklichkeit ist. Ich persönlich habe mir vorgenommen, mich nie wieder auf meines zu verlassen.

Spielerisch weiß es zu gefallen. Man sitzt immer wieder da und überlegt, ob man nun mit seiner Vermutung richtig liegt oder nicht. Zuweilen befindet man sich in einer wundervollen Zwickmühle und hofft einfach die richtige Entscheidung zu treffen. Da spielt man gerne eine entspannte, entschleunigende Runde.

Zumindest bis man an den Punkt kommt, an dem man merkt, dass die Anleitung ziemliche Lücken aufweist. Zum Beispiel, wer gewinnt, wenn alle Stäbe verbaut sind, jedoch alle Spieler noch Säulen haben? Wahrscheinlich der mit den wenigsten Säulen, aber es fehlt halt. Was passiert genau, wenn die Bauten einbrechen? Hier gibt es nur eine grobe Vorgabe, die bei unseren Einstürzen selten zu verwenden war.

Auch ist die Idee hinter dem Abjagen der Zügen gut, kommt jedoch in der Praxis viel zu selten zum Einsatz. So ist Kurz vor Knapp ein nettes Schätz- und Geschicklichkeitsspiel, was andere Titel jedoch viel besser in sich vereint haben.

Wir haben Rezensionsexemplar ohne Auflagen von den Verlagen bekommen.
Mehr Informationen zu Affiliate Links und Rezensionsexemplaren findet ihr in unserer Übersicht zur Transparenz und in den Bestimmungen zum Datenschutz.

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Written by Christian Renkel
Christian liebt Brett- und Videospiele mehr, als ausreichenden Schlaf. Dabei ist ihm am wichtigsten, dass er in der jeweiligen Welt versinken kann. Egal, ob es die geschickte Mechanik oder die überkochende Emotion ist. So erreicht ihr ihn: Christian@Spielstil.net

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