SPIELSTIL Rezension
Lesezeit: 4 Minuten
Ein Spiel entwickelt von Randy Flynn
erschienen bei Kosmos
Jetzt wiederholen wir erst einmal die altbekannte Formel. Was passiert, wenn ein Brettspiel erfolgreich ist? Ganz klar, es folgt entweder direkt das Würfel- oder das Kartenspiel. Und später das andere. Cascadia ist erfolgreich genug, um nun auch diesen Ritterschlag zu bekommen. Nämlich in Form zweier Würfelspiele. Hier werfen wir einen Blick auf Cascadia Rolling Rivers.
Außerdem könnt ihr mir noch helfen, eine Theorie zu prüfen. Ich glaube, dass viele den Einstieg hier überspringen, um direkt das Fazit zu lesen. Beweist mir, dass ich falsch liege, indem ihr einen Kommentar mit eurem Lieblingsessen postet. Ich bin gespannt, ob das klappen wird. 🙂
In diesem Spiel sind wir immer alle gleichzeitig am Zug. Zuerst werden alle Würfel geworfen. Danach können wir noch Sonderfähigkeiten über unsere Tannenzapfen aktivieren. So ist es zum Beispiel möglich, eine Tierart auf- oder abzuwerten. Im Anschluss wählen wir eine Tierart und addieren deren Anzahl zu unserem aktuellen Bestand.
Rechts die Würfel für alle, links unsere persönlichen.
Ziel ist es nun, mit unseren gesammelten Tieren Aufgabenkarten zu erfüllen. Hierfür müssen wir immer die vorgegebene Kombination abgeben. Als Belohnung bekommen wir den Kartenbonus und dürfen die Landschaftsart in unserem Plan eintragen. Dies kann wiederum weitere Bonusse auslösen. Danach wandern die Aufgabenkarten und eine neue Runde beginnt.
Sind alle Aufgabenkarten durch, endet das Spiel und es gewinnt, wer die meisten Punkte sammeln konnte. Vier unterschiedliche Pläne auf aufsteigendem Schwierigkeitsgrad sorgen dabei für Abwechslung.
Ich verstehe ja, dass man aus einem erfolgreichen Spiel weiteren Ertrag generieren möchte. Nur frage ich mich dann immer, ob das auch immer gemacht werden muss. Ok, wenn es um meinen Kontostand gehen würde, würde ich das vielleicht anders sehen, aber als Spieler habe ich eben lieber einen Titel auf dem Tisch, der eher für Spielspaß sorgt, als eine bekannte Marke zu repräsentieren. Schafft es ein Spiel beides umzusetzen, bin ich natürlich der Letzte, der sich dagegen aussprechen würde. Aber dann gibt es auch noch die Beispiele, bei denen das einfach nicht funktionieren wollte.
Ganz so schlimm ist es bei Cascadia Rolling Rivers nicht. Das Spiel ist nett und man kann es gut mal mitspielen. Aber gleichzeitig verpasst man nicht allzu viel, wenn man es auslassen würde. Denn die Partien plätschern gemütlich vor sich hin – man könnte fast schon sagen, dass sie meditativ sind – ohne einen wirklich zu packen. Gleichzeitig sitze ich mit mehreren Mitspielern am Tisch ohne dass wir Berührungspunkte hätten. Möchte man es ganz böse ausdrücken, könnten wir genauso gut alle auf dem Handy spielen und am Ende unsere Punkte vergleichen.
Spielerisch passiert nicht allzu viel. Wir haben eine dauernde Wiederholung im Ablauf, sammeln Tiere, geben sie aus und notieren Punkte. Viel mehr passiert nicht. Es gibt kein besonders gewitztes Vorgehen. Lediglich die freischaltbaren Bonusfelder sorgen dafür, dass mein Hirn ein paar Glückshormone ausschüttet. Aber sonst lässt mich die Partie eher kalt.
Die vier unterschiedlichen Pläne sind eine nette Idee, aber ganz so extrem anders fühlt sich eine Partie dadurch nicht an. Ja, wir punkten auf neue Weisen, aber das Spielgefühl bleibt ziemlich bestehen. Eines muss ich jedoch noch anmerken. Meiner Frau gefällt Cascadia Rolling Rivers weit besser als mir. Ich werde sie noch dazu bringen, ihre Gedanken dazu zu Papier zu bringen. Denn unterschiedliche Sichtweisen bringen einen Mehrwert.
Für mich persönlich war es das mit Cascadia Rolling Rivers. Ich werde es noch das ein oder andere Mal mitspielen müssen und die Zeit irgendwie genießen. Ich selbst würde aber andere Spiele definitiv bevorzugen. Außer ich brauche Hilfe, um nach einem stressigen Tag wieder auf meinen Puls zu senken.
Ein kurzes Wort noch zu Cascadia Rolling Hills. Ich muss zugeben, dass ich mich erst einmal mit Rolling Rivers beschäftigt habe. Ein Oberflächlicher Blick hat jedoch ergeben, dass sich beide stark ähneln. Nur die Pläne und der Sonderwürfel unterscheiden sich etwas. Einzig wenn ihr mit mehr als 4 Personen spielen möchtet sind zwei Boxen Pflicht. Aber in die Verlegenheit werde ich wohl nie kommen.
Cascadia Rolling Rivers von Randy Flynn
Cascadia Rolling Hills ist ein nettes Würfelspiel ohne besondere Höhen und Tiefen. Ich bevorzuge bei solchen Titeln mehr Emotionen oder ein gewitzteres Spielgefühl.
Christian:
Hinweis:
Wir haben das Rezensionsexemplar ohne Auflagen gratis vom Verlag bekommen.
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E Beyer
Pfannkuchen 🥞😄
Christian Renkel
Oh ja! Wobei die von Oma die besten waren!
Tim
Käseplätzchen
Christian Renkel
Das klingt interessant. Hast du da ein Rezept für mich?
Axel
Auch wenn ich Cascadia an sich schon nicht mag: Pizza
Christian Renkel
Pizza geht immer! ❤️