SPIELSTIL Rezension

Decrypto

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Spiel entwickelt von Thomas Dagenais-Lespérance
erschienen bei Asmodee

Wir hassen Partyspiele. Zumindest dann, wenn sie einfallslos sind oder das reine Ziel darin liegt sich selbst zum Affen zu machen. Deswegen sind wir immer wieder glücklich, wenn wir ein Spiel für große Gruppen finden, das dem entgegen designt wurde. Wenn es jetzt dann noch Spaß macht, haben wir den Jackpot bekommen.

Aber zählt Decrypto zu diesen Spielen?

Das wahre Geheimnis der Welt liegt im Sichtbaren, nicht im Unsichtbaren.

(Oscar Wilde)

Im Grunde genommen ist die Idee hinter Decrypto ganz einfach. Wir haben zwei Teams, die jeweils vier Codewörter haben. In jeder Runde bestimmen die Teams einen Tippgeber, der eine Codekarte zieht. Auf dieser sind drei Zahlen, die ihm sagen, welche Wörter diese Runde die richtige Lösung darstellen.

Der Tippgeber muss die Wörter Ziegel, Kompass und Kaffee verarbeiten.

Nun notiert jeder Tippgeber drei Hinweise, die auf sein gesuchtes Wort hinweisen. Beide Teams versuchen nun zuzuordnen, was er gemeint haben könnte, wobei nur das eigene Team die richtigen Worte kennt. Die anderen müssen anhand er Hinweise ableiten, was diese sein könnten.

Wir befinden uns in der weiten Runde. Der Tippgeber hat seine Hinweise notiert, während die anderen geraten haben, was er wahrscheinlich meint.

Erraten die Gegner den richtigen Code, erhalten sie einen Abhör-Chip. Das Team das zuerst zwei gesammelt hat, gewinnt. Aber Vorsicht, liegt das eigene Team falsch, gibt es einen Fehlinformations-Chip. Hat man davon zwei, verliert man.

Weisheit ist der Hirte der Geheimnisse, Klugheit der Jäger der Rätsel.

(Hans Kudszus)

Christian meint:

Das habe ich noch nie erlebt. Decrypto ist im Kern ein sehr einfaches Spiel. Aber es ist gleichzeitig fast unmöglich zu erklären. Egal wem, egal wo. Ich habe nie eine Spielrunde gehabt, in der wir nicht zwei bis drei Runden brauchten, um jegliche Irrtümer auszumerzen. Danach offenbart sich jedoch eines der faszinierendsten Party-Wortspiele der vergangenen Jahre.

Man steht als Tippgeber ständig vor der Frage, wie abstrakt und um die Ecke gedacht, darf ich meine Hinweise präsentieren. Auf was kommt das eigene Team, während es die anderen verwirrt. Gleichzeitig gibt es immer wieder lauten Jubel, wenn man die Hinweise der Gegner entschlüsseln konnte.

Mehr lässt sich über das Spiel eigentlich gar nicht sagen. Es ist spaßig – wobei ein einzelner Miesepeter natürlich die komplette Runde sprengen kann. Das Material sieht toll aus, jedoch wehren sich die Karten in die Slots der Aufsteller gesteckt zu werden. Diese hätten ruhig etwas mehr Spielraum haben dürfen. Das ist jedoch schon jammern auf hohem Niveau.

Dir hat die Rezension gefallen? Du denkst wir liegen völlig daneben? Lass uns wissen was du denkst.

Wie kann ein so einfaches Spiel nur so schwer zu erklären sein? Aber ist die Hürde geschafft ist Decrypto ein Highlight des mit Worten um den heißen Brei Schleichens.

  • Erscheint bei Asmodee
  • Für 3 – 8 Spielende und dauert 15 – 45 Minuten
  • Am besten geeignet für Einsteiger

Spielstil – Wertung

Christian:

9/10
Das gefiel uns
  • Fordert Einfallsreichtum.
  • Auch gut für größere Gruppen.
  • Sehr Emotional.
Das nicht so
  • Ohne Testspiel nur sehr schwer vermittelbar.
Hier bekommt ihr „Decrypto“

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Hinweis:
Wir haben das Rezensionsexemplar ohne Auflagen gratis vom Verlag bekommen.

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Christian Renkel

Christian liebt Brett- und Videospiele mehr, als ausreichenden Schlaf. Dabei ist ihm am wichtigsten, dass er in der jeweiligen Welt versinken kann. Egal, ob es die geschickte Mechanik oder die überkochende Emotion ist.

So erreicht ihr Christian:

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