Knapp daneben! – Schmidt Spiele – 2018

Ersparen wir uns den offensichtlichen Kalauer mit “knapp daneben!” und prüfen lieber, was das Würfelspiel so kann.


Mit Zahlen kann man noch besser lügen als mit Worten.

(Gerhard Kocher)

Es sind immer alle Spieler sind am Zug. Einer Würfelt. Nun muss jeder eine Kombination aus seinem und einem beliebigen anderen Würfel eintragen. Schafft er es dabei zwei aufeinanderfolgende Zahlen nebeneinander zu schreiben, gibt es ein Kreuz. Das ist gut, denn je mehr Kreuze, desto mehr Punkte. Und ist das Blatt voll gewinnt derjenige mit den meisten davon.

Spielzüge könnt ihr in dieser Galerie einsehen:

Zu dritt wagen wir uns an "Knapp Daneben". Wir sind der gelbe Spieler.
Der Startspieler wirft alle Würfel. Wir müssen nun aus unserer Farbe (gelb) und einem beliebigen anderen Würfel die Summe errechnen. Wir kombinieren mit der roten Fünf.
Die errechnete Zehn tragen wir in das rote Feld unten links ein. Die Feldfarbe muss mit der Farbe eines der Würfel übereinstimmen. Da wir eine Zehn eingetragen haben, dürfen wir in der Tabelle rechts ein Kreuz setzen.
Der nächste Spieler wirft. Wir kombinieren unsere gelbe Vier mit der schwarzen Drei.
Die Sieben tragen wir in ein schwarzes Feld ein. Schaffen wir es zwei aufeinanderfolgende Zahlen nebeneinander zu schreiben, dürfen wir dazwischen ein Kreuz setzen.
Sind alle Felder gefüllt, wird abgerechnet. Je mehr Kreuze in einer Zeile oder Spalte sind, desto mehr Punkte geben sie. (kleine Anmerkung. Die zweite Zeile hätte 1 Punkt ergeben, da dort 1 Kreuz ist. 
Die Tabelle bringt so viele Punkte, wie das nächste freie Feld angibt. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Zahlen nehmen jede Ungenauigkeit sehr genau.

(Tom Borg)

Weiß “knapp daneben!” in den ersten Partien noch zu begeistern, nimmt der Schwung irgendwann ab. Die Faszination und der Spaß am Zahlensammeln kommen nicht zum Erliegen, jedoch fühlen sich die Partien für längeren Spielspaß zu gleich an. Zwar gibt es nicht die eine Spielstrategie, die zum Sieg führt. Jedoch sind die eigenen Entscheidungen weniger relevant, als vielmehr das Glück im Erreichen der passenden Würfelergebnisse.

Dieser Umstand ist für solch ein kurzes Spiel nicht allzu problematisch. Da ärgern sich farbenblinde Menschen, wie ich, an den kleinen Kringeln, in die die Zahlen eingetragen werden. Ich hatte hier oft das Problem, dass ich die Farben schwarz, rot und grün nicht sauber genug unterscheiden konnte. Zumindest dann, wenn nicht gerade taghelle Lichtverhältnisse, vorherrschten.

Viel mehr ist zu “knapp daneben!” dann auch schon nicht zu sagen. Ein netter Zeitvertreib für zwischendurch, der allein schon dadurch punktet, dass alle gleichzeitig an der Reihe sind. Leider für mich kein richtiger Dauerbrenner, aber im Grunde genommen ganz solide Kost, die eine Zeitlang Spaß macht.

Knapp daneben!

Schmidt Spiele


Autor: Andreas Kuhnekath
Dauer: 15 Minuten
Spieler: 1 – 5
Schwierigkeit: Einsteiger

Anmerkungen

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