“Das verrückte Labyrinth” ist ein Spiel, welches mich inzwischen seit über 30 Jahren begleitet. Meine Mutter hat den Wettlauf durch den Irrgarten mit uns bereits in den 80ern gespielt. So wie wir viel später mit unserem Sohn. Dabei kamen und gingen die verschiedenen Versionen, doch irgendwie blieb das Herz immer am Original hängen. Selbst, wenn das reale Pendant im Ravensburger Spieleland natürlich auch ein cooles Erlebnis ist. Als nächste Version buhlt das “3D Labyrinth” um die Gunst der Spielerschaft. Wie es sich tatsächlich anfühlt, erzählen wir euch.


Man verirrt sich nie so leicht, als wenn man glaubt, den Weg zu wissen. Nichts missglückt so schnell, als wenn man keine Schwierigkeiten sieht.

(Sprichwort)

Natürlich sieht man dem “3D Labyrinth” sofort an, was einen erwartet. Auf und ab geht es durch das Labyrinth, wobei man nur maximal einen Höhenunterschied von eins überwinden darf. Außer natürlich man hat einen passenden Zauber in der Tasche. Der Rest bleibt dann fast gleich zum Original. Scheib ein Bauteil ein und beweg dich durch die Gänge. Neu ist jedoch, dass man eine Zauberkarte zieht, wenn man in seinem Zug keine Aufgabe erfüllen konnte.

Es gewinnt, wer zuerst seine Suchaufgaben erfüllen konnte und wieder am Startpunkt angelangt.

In dieser Galerie findet ihr ein paar Beispiele für den Spielablauf:

Optisch macht das 3D Labyrinth schon mal etwas her.
Wir beginnen und schieben das erhaltene Bauteil ein.
Danach dürfen wir uns bewegen. Wichtig, der Weg muss verbunden sein und wir dürfen nicht mehr als eine Stufe Höhenunterschied zwischen den Bauteilen haben. Um hier auf das Feld mit dem Ring zu kommen, müssten zwei Höhen überwunden werden.
Damit das klappt, spielen wir eine Zauberkarte aus, die uns erlaubt Höhenunterschiede nach oben zu ignorieren.
Wir springen also nach oben.
Danach folgen wir dem Weg bis zum Talisman.
Dies ist unsere erste Schatzkarte, die wir offen aufdecken. Danach dürfen wir einen Blick auf die nächste Karte werfen.
Einmal im Spiel muss jeder Spieler einmal in der Mitte des Spielfelds stehen bleiben.
Danach darf man die Steinkarte umdrehen, um anzuzeigen, dass man die Aufgabe erledigt hat.
Bleibt man in seinen Zügen auf Feldern stehen, ohne eine Suchaufgabe zu erledigen, ist der Zug dennoch nicht umsonst.
Denn dann dürfen wir eine neue Zauberkarte ziehen, die uns den Weg durch das Labyrinth erleichtert.
Der erste Spieler der alle Aufgaben erfüllt hat und zurück auf sein Startfeld gelangt, gewinnt das Spiel.

Wenn die, die uns nachfolgten, uns nicht mehr erreichen können, schwören sie darauf, dass wir uns verirrt haben.

(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

Christian meint:

“3D Labyrinth” weiß zu begeistern. Ist das Spiel aufgebaut, will jeder sofort loslegen und durch die Gänge streifen. Dabei sind die Regeln sehr schnell erklärt, so dass man sofort loslegen kann. Nach knapp 10 – 15 Minuten ist der Spuk aber auch schon wieder vorbei und man fragt sich, ob das nun wirklich schon alles war.

Denn das Labyrinth selbst ist mit seinen 5 x 5 Feldern zu klein. Das hat auch zur Folge, dass viel zu wenige Schatzkarten ausgeteilt werden. Gleichzeitig ist es nicht wirklich schwerer sich durch das “3D Labyrinth” zu bewegen, wie es durch die Optik vorgegaukelt wird. Schade, denn das Konzept mit der räumlichen Tiefe wäre ein gutes Training für einen selbst, wie auch für Kinder.

Ein klein wenig problematisch hat sich bei uns die Darstellung der Mauern herauskristallisiert. Zumindest bei meinem Sohn. Der hat dadurch, dass die Mauer nicht eine komplette Seite füllen, gerne mal einen blockierten Durchgang übersehen. Das wurde zwar mit jeder Partie besser, aber dennoch, möchte ich es erwähnen.

Das “3D-Labyrinth” ist eine nette Abwechslung und sieht wirklich toll aus. Etwas mehr hätte dem Spiel jedoch nicht geschadet. Eine größere Fläche, mehr Ziele, mehr Grübelei. Dabei ist mir bewusst, dass das Spiel für Kinder ist. Die kommen mit der aktuellen Version natürlich besser zurecht. Aber so ist das Spiel, trotz dem schönen Anblick keine wirkliche Konkurrenz zum Kult-Klassiker. Nicht schlecht, aber eben leider auch nicht gut genug.


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3D Labyrinth

Ravensburger


Autor: Michael Feldkötter
Dauer: ca. 15 Minuten
Spieler: 2 – 4
Schwierigkeit: Einsteiger

One thought on “3D Labyrinth – Ravensburger – 2019”

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