Wat’n’Dat – NSV – 2017

Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp! Über Stock und über Steine, aber brich dir nicht die Beine! „Wat’n Dat“ fragt ihr euch nun. Außerdem „haben ihn nun alle guten Geister verlassen?“. „Ja, wann nicht“, muss ich entgegnen. Außerdem hat das Ganze mehr mit diesem Spiel zu tun, als ihr nun zu glauben wagt.

 

 

Jeder für sich und alle für einen und dennoch für sich.

(Dr. House)

In „Wat’n Dat“ versuchen zwei Spieler ein Bild zu legen, das ihre Mitspieler erkennen. Das ganze ohne Absprache und nur mit ein paar Holzstäbchen und Scheiben. Schaffen die beiden es tatsächlich gemeinsam zu arbeiten, könnte es möglich sein, dass der Begriff erraten und dadurch Punkte generiert werden.

Ein bebildertes Rätsel findet ihr in dieser Galerie:

 


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"Erklärer 1" legt das erste Stäbchen.

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"Erklärer 1" legt das erste Stäbchen.

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"Erklärer 2" platziert dazu eine Scheibe.

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So geht es im Wechsel weiter.

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Bis hoffentlich ein Spieler die Lösung kennt.

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Da sich die Erklärer jedoch nicht absprechen dürfen, entstehen mitunter recht komische Konstrukte.

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Nebenher werfen sie sich gerne fragende Blicke zu.

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Doch manchmal läuft es auch fast Hand in Hand.

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Okay, wir sind ehrlich, selten werden sich die zwei wirklich einig.

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Dann kommt immer komischer Misch-Masch dabei heraus.

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Ein Gewühl aus Stäbchen und Scheiben.

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Hier haben die beiden beschlossen, dass nicht weiter gebaut wird, da es gut erkennbar ist. Könnt ihr es sehen? Einen Tipp habe ich. Mit Schweinskram hat das nichts zu tun.

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Ja genau! Es war eine Kanone. Der Erklärer, der das letzte Teil gelegt hat und der Spieler, der es erraten hat bekommen einen Punkt. dann geht es reihum weiter.

Gemeinsame geistige Tätigkeit verbindet enger als das Band der Ehe.

(Marie von Ebner-Eschenbach)

Ich bin mir nicht sicher, ob „Wat’n Dat“ tatsächlich ein Spiel oder eine Studie sein soll die beweist, dass eine gesellschaftliche Zusammenarbeit nicht möglich ist, wenn niemand da ist, der genaue Vorgaben macht. So interessant die Idee hinter dem Spiel klingt, so ernüchternd war in unseren Runden das Ergebnis. Trotz vieler Versuche kam kein so richtiger Spaß auf. Gut, man hat mit „Wat’n Dat“ die Kommunikation gefördert. Aber eher in die Richtung, dass die Erklärer sich nicht einig werden konnten, wer es nun versaut hatte.

Dabei hat das Spiel eigentlich alles, was ein schöner Partyspaß benötigt. Haptisch schönes Material, eine irrwitzige Idee und viele Aufgaben. Das chaotische Element überwiegt aber leider, was nichts machen würde, wenn man noch die Möglichkeit hätte einzugreifen. Aber, was liegt, das liegt. Okay, das ist auch irgendwie verständlich, denn ansonsten würde eine Runde wahrscheinlich nie enden.

So konnte uns „Wat’n Dat“ leider nicht überzeugen. Aber vielleicht fehlt uns auch einfach die richtige Art zu denken, um gemeinsam ein „Kunstwerk“ zu erschaffen. Vielleicht sind manche Begriffe auch einfach zu komplex, um sie mit ein paar Holzstäbchen zu formen. Andere, fantasievollere Personen werden hier vielleicht keine Probleme haben.

Für mich ist „Wat’n Dat“ leider damit aus dem Rennen, um die beste NSV Neuheit 2017, ausgeschieden. Aber, wenn ich das vorweg nehmen darf, es gibt weitere, wirklich gute Kandidaten des Verlags, die den Staffelstab gerne übernehmen.

 

 

Wat’n Dat

NSV 2017


Autor: Claude Weber
Dauer: ca. 15 – 20 Minuten
Spieler: 3-8
Schwierigkeit: Einsteiger

Anmerkungen

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