Im Videospielbereich gibt es diverse Spiele, die sich mit dem Transport von Wasser beschäftigen. Teilweise sogar, indem man Rohre auf einem festgelegten Gitter verbaut, bevor das Wasser ausläuft. Etwas Ähnliches liegt uns hier mit „Tubyrinth“ vor.

Tubyrinth


Können wir das schaffen?

(Werkzeugfreunde von Bob der Baumeister)

Gleichzeitig machen wir uns daran Rohrteile auf unserem Tableau zu verbauen, um eine Verbindung zwischen Ein- und Ausgang zu schaffen. Das alles unter Zeitdruck, denn nur der schnellste macht am meisten Punkte. Ist man fertig, dreht man die beiliegende Sanduhr um. Die Gegner haben nun 30 Sekunden Zeit ihr System zu vervollständigen. Je nach Fortschritt erhält man danach Punkte. Sind mindestens 25 erreicht, gewinnt der Spieler, der die meisten gesammelt hat.

In dieser Galerie seht ihr eine bebilderte Runde „Tubyrinth“.

  • Tubyrinth
    Wir starten ein kleines Spielchen zu Dritt.
  • Tubyrinth
    Jeder erhält sein eigenes Tableau und die Rohrstücke der eigenen Farbe.
  • Tubyrinth
    Gleichzeitig versuchen wir nun eine Verbindung zwischen Ein- und Ausgang zu basteln.
  • Tubyrinth
    Der erste Spieler, der das schafft, ruft "Wasser marsch" und dreht die Sanduhr. Ist diese abgelaufen dürfen die Gegner keine Plättchen mehr bewegen.
  • Tubyrinth
    Wir erhalten je verbautem Rohr einen Punkt, der zweite dasselbe -1 und so weiter. Schafft man es nicht, erhält man einen Punkt je Rohrteil, das der erste nicht verbauen konnte. Nach 25 Punkten ist das Spiel vorbei, wer die meisten hat gewinnt.

Jo, wir schaffen das.

(Bob der Baumeister)

„Tubyrinth“ hat seine guten Momente. Dann nämlich, wenn alle Spieler auf demselben, aber fortgeschrittenen Niveau agieren. Davor kann das Spiel frustrieren. Manch Spieler wirft bereits hier die Flinte ins Korn. Die Teile wirken nämlich bei den ersten Partien so, als würden sie niemals passen, egal, wie man sie dreht und wendet.

Es ist ein klein wenig, wie früher Mathe an der Schule. Man versucht sich an der Lösung. Der eine länger, der andere kürzer. Plötzlich macht es klick und man hat den Trick dahinter verstanden und kann es nun immer wieder anwenden. Lohnt es sich jedoch dieses Sitzfleisch in „Tubyrinth“ zu investieren?

Ich antworte mit einem klaren Jein. Wie ich oben bereits sagte, hat das Spiel seine guten Momente. Da macht es Spaß, sich mit Gegnern zu messen. Je nach Spielverlauf lässt der Spannungsbogen mitunter jedoch bereits ab der Hälfte nach. Nämlich dann, wenn ein Gegner gefühlt uneinholbar vorn liegt. Auch, wenn es lediglich ein Gefühl sein kann, redet man es sich schnell ein und kann dann die Lust weiter zu spielen verlieren. Wie gesagt, kann. Es gibt nämlich noch die anderen Spieler, die erst dann, durch diesen Druck, richtig aufdrehen. Ich habe in meinen Testrunden beides erlebt. Die Ersteren jedoch häufiger.

Meine Familie weigert sich inzwischen das Spiel mit mir zu spielen. Sie haben den Punkt nie erreicht, an dem es Klick machte und wollen das auch nicht. Bei ihnen überwiegt die Frustration. Also kann ich leider keine allgemeingültige Aussage zu „Tubyrinth“ treffen. Mögt ihr schnelle Spiele und mittelkomplexe Problemlösung, könnte euch „Tubyrinth“ trotz des kindlichen Aussehens gefallen. Schüttelt ihr bereits bei einem von beidem den Kopf, dann ist es nicht das richtige Spiel für euch. Wo wir gerade beim Aussehen sind. Das Artwork des Covers ist etwas unglücklich geraten. Es vermittelt ein Kinderspiel. Diese sind, nach meiner Erfahrung, jedoch eher überfordert. Aber hier gilt auch wieder, ihr kennt eure Kinder besser als ich.

Tubyrinth – Game Factory – 2017

Autor: Martin N. Andersen
Spieler: 1 – 6
Schwierigkeit: Fortgeschritten
Dauer: ca. 15 – 20 Minuten

Nach Tubyrinth noch Lust auf andere, schnelle Spiele?

BananagramsMagic Maze

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