Oceanos – Iello – 2016

 

Blubb… Blubb… Blubb… Abgetaucht, die Weiten des Ozeans genießen. Die geradezu hypnotische Stimmung. Alles ruht in sich und doch herrscht eine gewisse Hektik. Im steten Wandel, wie Ebbe und Flut. Dort unten verschwinden sie, die Sorgen und Nöte. Alles konzentriert sich nur auf das Hier und Jetzt. Den Herzschlag… Das Leben… und die Schönheit, die sich einem offenbart, wenn man achtet, was sich vor den Augen abspielt.

Nennt mich Ismael

In „Oceanos“ begeben wir uns in selbst gebauten U-Booten bis an den Grund des Meers. Dieses baut dabei jeder Spieler Runde um Runde immer weiter für sich selbst aus. Doch nur, wer sein Schiff stetig verbessert, genügend Meeresbewohner sammelt und Schätze hebt wird zum Schluss den Sieg davontragen können.

Einen genauen, bebilderten Spielablauf findet ihr in der Gallerie.

 


1/23

Wir haben uns zu Dritt eingefunden, um ein wenig „Oceanos“ zu spielen.

 

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Wir sind Startspieler und geben den anderen jeweils 2 Karten (Anzahl Periskope + 1) der Stufe 1.

 

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Unsere Gegner wählen eine von diesen Karten und legen diese Verdeckt vor sich ab.

 

4/23

Wir erhalten die übrigen Karten, aus denen wir uns eine aussuchen dürfen.

 

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Diese legen wir ab und jeder beginnt damit seine Forschungsreise.

 

6/23

Unser linker Nachbar führt denselben Zug aus. Wir erhalten also 2 Karten von ihm, wählen eine und geben ihm die andere zurück. Danach legen wir die neue Karte rechts an unsere bestehende Reihe an.

 

7/23

Im nächsten Zug erhalten wir diese zwei Karten.

 

8/23

Wir wählen die mit dem Tintenfisch und legen auch diese rechts an.

 

9/23

Die eben gelegte, gelbe Kuppel erlaubt uns unser Schiff auszubauen, wenn irgendwo links davon mindestens ein Kristall liegt. Diese Vorgabe haben wir erfüllt.

 

10/23

Wir werfen einen kurzen Blick auf unser U-Boot.

 

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Und entscheiden uns unsere Kommandozentrale in ein Stufe 2 Modell auszubauen. Wir haben nun 2 Periskope, was bedeutet, dass wir von nun an 3 Karten zugeteilt bekommen.

 

12/23

Ich weiß, eigentlich wären wir dran, um Karten zu verteilen, aber ich wollte euch lieber zeigen, was noch möglich ist. Wir erhalten also 3 Karten.

 

13/23

Und geben 1 Treibstoff aus, damit wir 2 Karten behalten und anbauen dürfen.

 

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Links von der neuen Kuppel befinden sich nun 2 Kristalle unterschiedlicher Farbe. Dies ermöglichst uns einen Ausbau von Stufe 2 auf Stufe 3.

 

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In einem späteren Zug legen wir noch einen Taucher auf eine eben ausgespielte Schatztruhe. Dieser wird am Ende des Spiels interessant.

 

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Das Ende der Runde ist gekommen. Wir legen als kleine Stütze unsere Rundenübersicht rechts an. Auf dieser ist als erster Schritt vermerkt, dass wir einen weiteren Ausbau machen dürfen. Es müssen aber wieder Kristalle links davon liegen, sonst ist der Ausbau nicht möglich.

 

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Wir erweitern unser Aquarium, damit wir viele der gefundenen Meeresbewohner mitnehmen können.

 

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Nun kommen wir zur ersten Abrechnung. Es wird die Anzahl der unterschiedlichen Tiere ermittelt. In unserem Fall also 5. Da wir unser Schiff ausgebaut haben dürfen wir auch 5 Tiere mitnehmen. Jedes Tier ist 2 Punkte wert.

 

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Im zweiten Schritt wird dazu der Wert der Schiffsschraube addiert.

 

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Zuletzt wird geprüft, wer die meisten roten Augen gesammelt hat. Dieser erhält als Strafe die auf dem zuvor ausgelosten Krakenchip angegebenen Minuspunkte. Wenn wir davon ausgehen, dass der Krake uns erwischt hat, haben wir also insgesamt 8 Punkte gesammelt. 10 über die Tiere, 0 über die Schiffschraube und -2 durch den Kraken.


 

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Nun werden die Tiefenstufen 2 und 3 nach demselben Prinzip aufgebaut. Nach dem Abschluss der einzelnen Stufen wird wie oben beschrieben gewertet.

 

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Zusätzlich erhält man noch Punkte für die größte Korallenfläche. 1 Punkt je Koralle ergeben in unserem Beispiel 6 Punkte.

 

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Zuletzt begeben sich die Taucher wieder nach oben und nehmen auf ihrem Weg dorthin jede Schatztruhe mit, die dort zu finden ist. Für jede so gehobene Truhe zieht man ein Plättchen aus dem Schatzbeutel, welche jeweils 2 – 4 Siegpunkte wert sind. Wer nun die meisten Punkte hat, hat das Spiel gewonnen.

 


3 Haie? Das macht 4800 Zähne!

„Oceanos“ ist eines der Spiele, das einen so richtig in den Bann ziehen kann. Vor allem auch deswegen, weil es eigentlich überhaupt keine Downtime gibt. Jeder ist theoretisch immer eingebunden. Mit jedem Zug hat man wichtige Entscheidungen zu treffen. Man pokert, verzockt sich oder streicht einen grandiosen Sieg ein. Dabei hat man jedoch nur einen geringen Einfluss auf seine Mitspieler. Man kann sie nicht aktiv blockieren, sondern nur ein wenig darauf achten, welche Karten man ihnen zurückgibt. Das hat uns jedoch nicht weiter gestört. Konfrontative Spieler könnten hier jedoch einen Makel sehen.

Ein richtiges Problem in „Oceanos“ sind jedoch die U-Boote, so schön sie auch anzusehen sind. Die Boote werden wie ein Steckpuzzle zusammengefügt. Leider sitzen diese teilweise so fest, dass man sie kaum auseinanderbekommt. Wer dabei nicht aufpasst, der wird mit der Zeit die einzelnen Teile unweigerlich beschädigen. Wir sind dazu übergegangen die Boote nicht mehr zusammen zu stecken. Nicht nur, um das Material zu schonen (okay, das ist der Hauptgrund), sondern auch aus praktischen Gründen. Denn tauscht man das mittlere Teil (Aquarium) aus baut man das Boot eigentlich fast komplett auseinander und wieder zusammen.

 

 

Hat man das Problem jedoch gelöst bleibt ein schönes Spiel mit toller Illustration übrig, das man immer wieder gerne hervorholt, um dann Partie um Partie zu absolvieren. Dabei können Kinder problemlos mit eingebunden werden. Man muss ihnen vielleicht den einen oder anderen Hinweis geben, auf was zu achten ist, aber nach ein paar Spielen können auch sie „Oceanos“ problemlos erkunden und mit auf dem Siegertreppchen dabei sein.

 

 

Oceanos

Lello, 2016


Autor: Antoine Bauza
Dauer: ca. 30 Minuten
Spieler: 2-5
Schwierigkeit: Fortgeschrittene

Anmerkungen

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