Mit „GraviTrax“ hat Ravensburger ein modulares Kugelbahnsystem auf den Markt gebracht. Und ja, wir wissen, dass es sich hierbei um kein Brettspiel handelt. Aber dennoch mussten wir einen Blick darauf werfen. Zu verlockend stand die Schachtel im Händlerregal.

GraviTrax


Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken.

(Sir Isaac Newton)

Wie der Aufbau einer „GraviTrax“ Kugelbahn aussieht und wie danach die Kugeln fallen seht ihr in diesem Video:


Ich kann die Bewegung der Himmelskörper berechnen, aber nicht das Verhalten der Menschen.

(Sir Isaac Newton)

Ja, es macht Spaß mit „GraviTrax“ zu spielen. Dabei steht natürlich das Experimentieren im Mittelpunkt. Kennt ihr noch „The Incredible Machine“ für den PC? Hier hatten mein Bruder und ich nach Herzenslust mit dem beiliegenden Editor Maschinen gebastelt. Meistens mit viel Dynamit für einen Haufen Explosionen. Ein ähnliches Spielgefühl baut sich bei mir mit „GraviTrax“ auf. Man hat eine Idee, die man verwirklichen möchte, und baut diese nach. Dann klappt das nicht ganz so und man tüftelt, bis man es hinbekommen. Schon sind wieder ein bis zwei Stunden ins Land gegangen, ohne dass man es bemerkt hätte. Man versinkt förmlich in seinem Projekt.

Aber auch Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten. Denn „GraviTrax“ ist in seinem modularen Aufbau sehr einfach in der Handhabung. Alles passt perfekt ineinander und kann auch ohne Kraftaufwand wieder gelöst werden. Für Kinder sind dann auch die Aufgaben gedacht. Diese kommen in drei Kategorien daher:

1. Höhen: Man sieht alle zu verwendenden Teile und wie die Bahn verläuft. Das Kind muss nun mit den Säulen die richtigen Höhen selbst herausfinden.
2. Schienen: Ein Aufbau ohne Schienen wird bereitgestellt. Die Kinder müssen nun die Schienen richtig legen, damit die Kugeln im Ziel ankommen.
3. Wettrennen: Eine komplette Bahn wird gebaut. Nun muss man erraten, welche Kugel zuerst im Ziel ankommen wird.

Ein netter Ansatz, der spielerisch versucht sich Gedanken über die Schwerkraft zu machen. Okay, vielleicht nicht die Schwerkraft an sich, sondern wie sich die Kugeln verhalten. Das beruht zwar auf physikalischen Grundsätzen, über die man sich aber keinerlei Gedanken macht. Wer also denkt sein Kind an „GraviTrax“ zu setzen, um einen kleinen Newton heran zu ziehen, der ist ein wenig auf dem falschen Dampfer. Aber dennoch erfüllt es einen kleinen Lernauftrag. Denn durch die Experimente verinnerlichen Kinder dann doch gewisse Grundsätze von Bewegung und Geschwindigkeit. Und das ist, was zählt.

Ich befürchte aktuell gerade nur eines. Ich werde wohl nicht mehr lange mit dem Starterset alleine glücklich sein, sondern werde noch viele, viele Erweiterungen brauchen. Schließlich will ich noch viel höher hinaus und die Strecken mit Loopings und weiteren Gauss-Kanonen ausstatten. So wie damals am PC, nur ohne die ganzen Explosionen.

Ravensburger hat im Übrigen eine App für IOS und Android veröffentlicht, in der man ein wenig mit „GraviTrax“ experimentieren und mit der Kugel durch die Bahn rollen kann.

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