„Fast Forward“ und „Fabelspiele“ waren der Trend in diesem Jahr bei 2F. Nachdem wir bereits „Furcht“ beleuchtet haben, wenden wir uns hier „Festung“ zu. Auch dieses Spiel hat wieder den Vorteil, dass man keinerlei Regeln Studieren muss. Auspacken, auf den Tisch legen und los gehts. Ob das gut geht erfahrt ihr weiter unten.


Keine Festung ist so stark, dass Geld sie nicht einnehmen kann.

(Marcus Tullius Cicero)

In „Festung“ dreht sich Sieg und Niederlage um das namensgebende Gebäude. Durch erfolgreiche Angriffe wechselt sie munter den Besitzer. Wer sie zum Schluss hält, gewinnt die aktuelle Runde. Wer siegreich sein möchte muss Sammeln, Bluffen und ein Näschen für den richtigen Moment haben.

Die Erstpartie könnt ihr euch in dieser Galerie ansehen.

  • Festung
    In dieser Galerie zeigen wir euch die erste Partie mit 3 Spielern. Daher gilt Spoilerwarnung!
  • Festung
    Das Spiel ist dank "Fast Forward" schnell aufgebaut. Die erste Regel wird offen hingelegt. Sie besagt, dass wir im Zug eine Karte ziehen.
  • Festung
    Wir ziehen eine Festung.
  • Festung
    Diese muss sofort in die Mitte gelegt werden.
  • Festung
    Als Ersatz erhalten wir eine andere Karte vom Stapel.
  • Festung
    Mitspieler 1 zieht eine Karte.
  • Festung
    Mitspieler 2 auch.
  • Festung
    Wir sind wieder an der Reihe und nehmen eine weitere Karte auf.
  • Festung
    Dabei legen wir eine neue Regel frei.
  • Festung
    Wir können ab jetzt Festungen erobern.
  • Festung
    Oben auf liegt eine weitere Regel.
  • Festung
    Hier werden uns die Stärken der einzelnen Monster angezeigt, die für uns kämpfen.
  • Festung
    Mitspieler 1 übernimmt mit seiner Kreatur die Festung.
  • Festung
    Unser zweiter Gegner zieht erst einmal eine Karte.
  • Festung
    Wir greifen mit unserer 1er Karte die besetzte Festung an. Unser Gegner wirft einen Blick auf den Angreifer.
  • Festung
    Dieser war gleich oder niedriger, als der Verteidiger, weswegen er die Karte erhält und die Festung bei ihm bleibt.
  • Festung
    Spieler 3 zieht wieder eine Karte.
  • Festung
    Wir tun es ihm gleich und entdecken eine Sanduhr. Diese wandert in die Mitte. Liegen dort 3 Sanduhren ist das Spiel vorbei.
  • Festung
    Als Ersatz dürfen wir wieder eine Karte ziehen.
  • Festung
    Gegner 1 zieht auch eine Karte.
  • Festung
    Unser dritter Spieler greift mit 2 Karten an. Wir sehen nicht, was sich dahinter verbirgt. Wir wissen lediglich, dass alle Angreifer dieselbe Stärke haben müssen.
  • Festung
    Der Besetzer der Festung wirft einen Blick darauf. Die Angreifer waren stärker, Spieler 3 erhält die Festung und eine Verteidigerkarte.
  • Festung
    Etwas eingeschüchtert ziehen wir erst mal eine Karte.
  • Festung
    Wir springen etwas in die Zukunft. Wir haben nun mehr Monster auf der Hand.
  • Festung
    Die Tabelle unten zeigt an, dass 3 1er Monster gemeinsam 9 Stärke haben.
  • Festung
    Mit diesen greifen wir mal die Festung an.
  • Festung
    Unser Gegner hatte weniger Stärke mit seinen Verteidigern. Wir erhalten die Festung und einen seiner Verteidiger.
  • Festung
    Lange währt der Frieden nicht. Unser Mitspieler Nr. 1 greift an.
  • Festung
    Wir werfen einen Blick auf die angreifenden Karten. Sie haben eine Stärke von 12, was höher ist, als unsere 9er Verteidigung.
  • Festung
    Unser Angreifer erhält die Festung und einen unserer Verteidiger.
  • Festung
    Kurz darauf wird die dritte Sanduhr umgedreht. Das Spiel ist vorbei. Spieler 2 gewinnt, weil er die Festung hat.
  • Festung
    Direkt zum Schluss gibt es noch eine neue Regel.
  • Festung
    Dort wird beschrieben, was mit den Karten nach dem Spielende geschieht. Somit sind wir bereit für die nächste Runde.

Während die Weisen grübeln, erobern die Dummen die Festung.

(Sprichwort)

Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von „Festung“ halten soll. Auf der einen Seite finde ich diverse Aspekte interessant und gut. Da wäre das sich entwickelnde Spiel, welches immer wieder kleinere Überraschungen bereithält. Außerdem bietet es eine direkte Interaktion mit den Mitspielern, was ich stets bevorzuge. Auf der anderen Seite steht ein Spiel, welches vollkommen willkürlich daherkommt. Die Karten, die man zieht (welche natürlich maßgeblich über Sieg oder Niederlage entscheiden) oder das variable Spielende, bei dem man nie genau weiß, wann es eintreten wird. Damit stellt sich „Festung“ gefühlt selbst ein Bein.

Durch die sehr limitierte Spieldauer fühlt man sich eigentlich eher ausgeliefert. Das Spiel, bzw. die gezogenen Karten geben die genaue Marschrichtung vor. Hier hätte ich mir noch zumindest eine Möglichkeit zur Manipulation gewünscht, damit es nicht nur vom Kartenglück abhängt, ob ich die passenden Helfer sammeln kann. Dabei könnt ihr euch eine Faustregel aufstellen. Je mehr Spieler dabei sind, desto weniger Züge werdet ihr in haben.

Somit bleibt „Festung“ ein Erlebnis, welches man versuchen kann, aber nicht unbedingt muss. Ein Spiel, das von „Furcht“ – ebenfalls aus der „Fast Forward“ Reihe – locker in die Tasche gesteckt wird.

Festung – 2F Spiele – 2017

Autor: Friedemann Friese
Spieler: 2 – 4
Schwierigkeit: Einsteiger
Dauer:
c
a. 10 Minuten je Runde

Nach Festung würden wir euch folgende 2F Spiele empfehlen.

Furcht

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *