Monster Diner – Huch! – 2019

Als Familie ist man immer gespannt, wenn man ein neues, leichtes Spiel findet, das allen gefallen könnte. Wenn dann auch noch die Aufmachung so süß wie bei „Monster Diner“ ist, kann man eigentlich gar nicht so viel falsch machen. Oder?


Wer den Teig nicht knetet, wird kein gutes Brot essen.

(Sprichwort)

In „Monster Diner“ zieht der Spieler am Zug die oberste Karte. Diese muss er entweder bei sich oder seinen Gegnern ablegen. Bei den Mitspielern stehen ihm zwar nicht alle Felder zur Verfügung, aber so kann man unliebsame Karten schnell abwenden. Ist das eigene Tableau voll endet der Zug und der nächste Spieler ist an der Reihe. Das Spiel ist vorbei, wenn der Stapel aufgebraucht ist. Jede Kartenart bietet nun ihre eigene Wertungsmöglichkeit. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

In dieser Galerie zeigen wir euch ein Beispiel zum Spielablauf:

Wir spielen "Monster Diner" zu dritt.
Blau beginnt und deckt die oberste Karte auf und findet einen Kritiker.
Diese Karte legt er auf unser Tableau. Gegner dürfen lediglich das linke und rechte Feld des Tableaus ihrer Mitspieler belegen.
Als nächstes zieht er einen Barkeeper.
Diesen drückt er Rot aufs Auge.
Den danach folgenden Sternekoch erhält auch Rot.
Im Anschluss zieht Blau einen unzufriedenen Gast, welchen er tauschen muss. Er tausch diesen gegen den Barkeeper auf dem roten Tableau.
Und legt den Barkeeper bei sich an.
Als nächstes zieht er den Eisverkäufer, den er zu sich nimmt.
Die nächste Karte ist ein weiterer unzufriedener Gast. Diesmal tauscht der blaue Spieler diesen gegen den Sternekoch auf dem roten Tableau.
Den Sternekoch legt er auf das letzte freie Feld. Sein Zug ist nun vorbei.
Er räumt das Tablett und legt die Karten in seine Auslage.
Wir sind dran und ziehen einen Eisverkäufer, den wir zu uns aufnehmen.
Als nächstes haben wir einen unzufriedenen Gast gezogen. Wir können ihn nicht tauschen, da alle anderen, verfügbaren Karten bereits unzufriedene Gäste sind. Wir legen die Karte dann also auf das Tableau des blauen Spielers.
Den nun gezogenen Pizzaverkäufer nehmen wir zu uns.
Auch unser Zug endet und wir nehmen die Karten vom Tableau in die Auslage.
Das Spiel endet, wenn der Stapel leer ist.
Nun können wir je Set aus Kritiker und Sternekoch entweder eine Karte aus unserer Auslage entfernen oder die beiden als einen Joker verwenden. Wir nehmen einen Barkeeper weg.
Nun wird abgerechnet. Der Küchenchef gibt sieben Punkte, wenn wir alle anderen Arbeiterarten sammeln konnten. Die Aushilfe bringt jeweils einen Punkt. Der Pizzabäcker bringt uns zwölf Punkte, wenn wir vier davon sammeln konnten. Der Florist sechs, wenn die Anzahl an Floristen ungerade ist.
Beim Keksbäcker und Barkeeper entscheidet die jeweilige Anzahl, wie viele Punkte gutgeschrieben oder abgezogen werden. Ein Set aus je zwei Eisverkäufern ist fünf Punkte wert. Und jeder unzufriedene Gast bringt uns zwei weitere Punkte.
Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Die Jungen lieben Kleider, die Alten lieben das Essen.

(Sprichwort)

„Monster Diner“ ist eines der Spiele, welches sehr zugänglich ist. Eigentlich kann man die erste Partie nach knapp 30 Sekunden Regelerklärung starten. Die Karten selbst werden dabei im Spielverlauf erklärt. Doch im Grunde genommen benötigt es selbst diese kaum, denn die Symbole sind in den meisten Fällen leicht zu interpretieren. Lediglich bei „Kritiker“ und „Sternekoch“ tut man sich damit schwer.

An was man sich auch erst gewöhnen muss, ist, dass man eher die Tableaus und Auslagen der Mitspieler füllt, als seine eigenen. Denn, kommt man am Zug, ist es in den meisten Fällen so, dass lediglich das mittlere, eigene Feld zur Verfügung steht. So bleiben die Entscheidungen zwar nicht irrelevant, aber es liegt eher in der Gnade unserer Gegner welche Karten wir erhalten. „Monster Diner“ ist dadurch ein Spiel mit starken „Take-That“ anleihen, ohne wirklich gemein zu werden. Denn die wenigsten Karten schaden einem Spieler. Lediglich der Barkeeper kann Minuspunkte einfahren. Und so bleibt das Spiel größtenteils friedlich. Also bis auf die Tatsache, dass einem schon wieder jemand weggeschnappt wurde, den man haben wollte.

„Monster Diner“ ist in Familien recht gut aufgehoben. Auch, wenn diese nicht besonders viel mit Spielen am Hut haben. Denn eine Partie dauert selten länger, als 15 Minuten und benötigt nicht allzu viel Konzentration. Gerne wird direkt eine weitere Runde gespielt. „Monster Diner“ ist nichts, was mich maßlos begeistert, aber dennoch im richtigen Kreis eine gute Unterhaltung.


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Monster Diner

Huch!


Autor: Anna Voinova
Dauer: ca. 15 Minuten
Spieler: 2 – 6
Schwierigkeit: Einsteiger

Anmerkungen

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