SPIELSTIL Preview

Mein erstes Mal mit Elden Ring

Wenn man sich auch nur ein klein wenig für Videospiele interessiert, kam man in letzter Zeit an einem Titel kaum vorbei. Die Rede ist natürlich von Elden Ring. Egal wo, egal wie. Ständig wurde man mit dem neuen Titel aus der Schmiede von From Software bombardiert. Werbung auf diversen Plattformen genauso wie Artikel, Trailer und kleine Videoschnipsel. Groß wurde die Arbeit zusammen mit dem Starautor Geore R. R. Martin angekündigt. Ein Ausnahmeerlebnis sollte es werden.

Was soll ich sagen. Mein Interesse war geweckt. Nicht durch den ganzen Medienrummel, sondern weil meine liebsten Software Lieferanten wieder zugeschlagen haben. Ich liebe die Soulsborne Spiele von From Software. Nicht, weil ich die Herausforderung suche, sondern weil sie eine ganz eigene Stimmung auf den Bildschirm bringen. Melancholisch, düster und voller Geheimnisse. Dabei mit einem immens eindrucksvollen Repertoire im Monsterdesign. Natürlich könnte ich nun wiederholen, wie toll es ist, einen Boss nach dem fünfzigsten Anlauf zu plätten, aber so spiele ich nicht. Ich bin derjenige, der auflevelt, um seine Chancen zu verbessern. Und dennoch habe ich meinen Spaß, wenn ich es dann geschafft habe. Denn die Bosse bleiben dennoch eine Herausforderung, auch wenn ich die Waagschale etwas in meine Richtung beeinflusse.

Also lasst uns aus den Katakomben in das Licht des Erdenbaums treten und beginnen, Limgrave zu erkunden. Dies ist eine kleine Zusammenfassung meiner Erlebnisse der ersten etwa sieben Stunden Spiel. Lohnt sich die Erfahrung und bin ich motiviert weiter zu machen?

Elden Ring - Logo

Was erwartet mich in Elden Ring?

Elden Ring nimmt die altbekannte Soulsborne Formel und schmückt sie mit einem Open-World-Erlebnis, das nicht nur etwas an Zelda: Breath of the Wild erinnert. Es steht uns frei, überall hinzugehen, wo wir möchten. Es gibt keine Barrieren. Keine Aufgaben oder Level, die zuerst erfüllt werden müssen. Wir können uns einfach auf unser Spektralross werfen und die Gegend nach Belieben erkunden. Ob wir den Ausflug überleben, ist natürlich eine andere Geschichte. Denn Elden Ring ist hart. Es lässt auch gerne Gegner auf uns los, denen wir nicht gewachsen sind. Doch es ist auch belohnend. Denn im Grunde genommen können wir theoretisch jeden Gegner auch mit niedriger Stufe besiegen. Hauptsache, wir spielen gut. Ausweichen, Blocken, Kontern und im richtigen Moment treffen.

Elden Ring - Sprungattacke

Dabei gibt es ein paar Abweichungen zu Dark Souls & Co. Der Konter funktioniert nicht mehr, indem man im richtigen Moment die passende Taste drückt. Diesmal ist es einfacher. Wir müssen lediglich einen gegnerischen Angriff blocken und schon öffnet sich ein kurzes Zeitfenster, in dem wir mit R2 einen starken Angriff loslassen können. Aber Elden Ring wäre kein Souls Spiel, wenn das immer klappen würde. Mitunter schlagen die Gegner einfach zu schnell zu und nutzen unsere offene Deckung aus, wenn wir das zum falschen Moment machen.

Obwohl die Welt von Elden Ring auf den ersten Blick eher ausgestorben und öde wirkt, gibt es viel zu entdecken. Materialien, versteckte Höhlen (mit Bossen), NSCs und interessante Gegner. Alles wird uns entgegengeworfen. Dabei stehen uns jedoch neue Hilfsmittel zur Verfügung. So können wir Kriegsaschen finden, die uns in bestimmten Gebieten Unterstützung herbeirufen lässt. Beispielsweise ein kleines Rudel Wölfe oder eine Skelettmiliz, die uns im Kampf helfen. Oder das Problem nur vergrößern, da sie Gegner anlocken, die wir eigentlich noch nicht haben wollten.

Elden Ring - Klassen

Wir haben aber auch eine Menge bekannter Sachen. Mitspielende, die in unsere Welt eindringen und Jagd auf uns machen können. Nachrichten an allen Ecken und Enden, die auch von wildfremden Spielenden platziert wurden – mal mehr, mal weniger sinnvoll. Und und und. Ich könnte noch so viel mehr aufzählen, aber für einen ersten Eindruck muss es reichen. Für alle, die mehr wollen, habe ich angefangen, ein paar Videos der Spielsessions hochzuladen. Sozusagen der lange erste Eindruck. Und vergesst nicht die Likes und Abos. 😉

ELDEN RING - Playthrough PS5 Part1 - German Gameplay

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Oder Lust auf ein paar Bosskämpfe?

Elden Ring - Bosskampf - Bestienmensch von Farum Azula

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Was macht Elden Ring richtig?

From Software kennt einfach die Formel, mit der man Spielende bei Laune hält. Sei hart, aber nicht ungerecht. Zeige auf, dass das eigene Scheitern einfach am eigenen Versagen liegt. Das klingt zwar nach äußersten masochistischen Neigungen, die man mitbringen muss, schafft aber gleichzeitig immense Glücksgefühle hervorzuzaubern. Wenn man dieses eine Quäntchen Lebensenergieleiste des Bosses nun doch noch geschafft hat, obwohl man selbst schon todgeweiht war. Es gibt im Videospielsektor kaum etwas Befriedigenderes!

Elden Ring - Bosse

Gleichzeitig gibt es in der Welt von Elden Ring so viel zu entdecken. Damit meine ich nicht nur Gegner, Schätze und Abenteuer, sondern auch winzige Details. Wie die Statuen, die zu einem der versteckten Dungeons zeigen. Außerdem schafft es das Spiel einen immer wieder zu überraschen. Es strotzt nur vor Ideen. Und das liebe ich.

Elden Ring - Kampf

Dem Kampf zu Pferde stand ich zuerst etwas skeptisch gegenüber. Aber inzwischen macht er richtig Laune. Das Gefühl, durch Gegnerhorden zu reiten und diese zu besiegen, obwohl man zu Fuß keine Chance hätte, ist einfach toll. Dazu kommt noch ein steter gefühlter Fortschritt. Man wird merklich besser. Sei es durch die eigenen Fähigkeiten oder einfach den Verbesserungen, die man erlangt. Zumal das Spiel gefühlt viel Einsteigerfreundlicher daherkommt als die anderen Soulsborne Spiele. Es verzeiht auch mal kleine Fehler und bricht nicht sofort mit der größtmöglichen Härte auf einen ein.

Was nervt an Elden Ring?

Das Gefühl der Orientierungslosigkeit, welches ich zu Beginn des Spiels hatte. Dieses hatte mich in den ersten zwei Stunden fast übermannt. Egal in welche Richtung ich lief. Es fühlte sich einfach nur falsch an. Kein Fortschritt, keine Verbesserung. Es dauert, bis der Groschen fällt und man weiß, was das Spiel von einem möchte. Dann lässt es dich zwar nicht mehr los, aber bis dieser Punkt erreicht ist, braucht es erst einmal Sitzfleisch.

Elden Ring - Open World

Außerdem habe ich ein kleines Problem mit diversen Gegenständen. Als Beispiel nehme ich einfach mal die goldene Rune her. Das Äquivalent zu den Seelencontainern aus Dark Souls. Benutzt man dies, bekommt man ein paar Runen, die als Währung zum Einkaufen oder für Levelaufstiege wichtig sind. In Dark Souls hatte man sich noch schöne Bezeichnungen überlegt. Wie „Seele eines namenlosen Helden“. In Elden Ring ist das einer Nummerierung gewichen. Goldene Rune [1], goldene Rune [2], goldene Rune [3], usw. Das wirkt auf mich wie Platzhalter. Getreu dem Motto: „Boah… wie soll ich die nennen? Ach, lass erst mal Platzhalter machen, da fällt mir später schon noch was ein.“ Klar ist die Mächtigkeit des Gegenstandes dadurch einfacher lesbar. Aber es zerstört einfach auch die Immersion mit der Welt.

Elden Ring - Ihr seid gestorben

Zuletzt noch die Stimmung. Das Spiel ist mir fast schon zu hell und bunt. Es fehlt die tiefe Melancholie, die die Vorgänger mit sich brachten. Alles wirkt ein wenig zurückgefahren. Einfach glattgebügelter. Ich hoffe ja, dass das später noch wieder etwas mehr zunimmt.

Außerdem scheint es noch diverse technische Probleme am PC zu geben. Zumindest lese ich das immer wieder bei Bekannten, die diese spielen. Da bin ich schon froh, die Playstation 5 Version zu verwenden, bei der mir persönlich nur immer wieder aufploppende Texturen auffallen.

Werde ich Elden Ring weiterspielen?

UNBEDINGT! Elden Ring fesselt mich wie schon lange kein Spiel mehr zuvor. Ich möchte wissen, was mich noch so alles erwartet. Das Spiel erleben und bezwingen! Gerne würde ich hier noch mehr schreiben, aber ich muss los, der nächste Boss wartet schon darauf, von mir zur Strecke gebracht zu werden. Wir hören uns dann hoffentlich bald wieder, wenn ich sagen kann, ob sich das Spiel für mich gelohnt hat. Oder noch besser, möge das Spiel nie enden und immer so toll bleiben, wie es sich aktuell anfühlt.

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Transparenz:

Wir haben von Elden Ring ein Rezensionsexemplar ohne Auflagen von der Presseagentur bekommen, die mit BANDAI NAMCO zusammenarbeitet. Mehr Informationen zu Affiliate Links und Rezensionsexemplaren findet ihr in unserer Übersicht zur Transparenz und in den Bestimmungen zum Datenschutz.

Written by Christian Renkel
Christian liebt Brett- und Videospiele mehr, als ausreichenden Schlaf. Dabei ist ihm am wichtigsten, dass er in der jeweiligen Welt versinken kann. Egal, ob es die geschickte Mechanik oder die überkochende Emotion ist.

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