Yukon Airways

Autor: Al Leduc
Verlag: Ludonova

Spieler: 1 - 4
Dauer:
60 - 90 Minuten
Zielgruppe: Fortgeschrittene

 

- 11.Nov.2020

Mit Yukon Airways hat Al Leduc sein bisher persönlichstes Spiel herausgebracht. Sein Vater war Inhaber und Betreiber von Yukon Airways, zu der Zeit, als Al Leduc in dort im Nordwesten Kanadas aufwuchs. Es dreht sich hier alles um die Wasserflugzeuge, die die Airline damals verwendete. Wir sind im ein paar Runden geflogen.

Wenn du das Fliegen einmal erlebt hast, wirst du für immer auf Erden wandeln, mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Denn dort bist du gewesen und dort wird es dich immer wieder hinziehen.

(Leonardo Da Vinci)


In Yukon Airways sollen wir in einer Arbeitswoche (Dienstag - Sonntag) mit unserem Wasserflugzeug so viel Geld wie möglich erwirtschaften. Wer am Sonntag nach diesen 6 Runden die meisten Dollars vor sich liegen hat, gewinnt. Geld bekommt man, indem man Passagiere zu den verschiedenen Orten auf der Karte bringt. Je mehr Leute und je weiter man fliegt, umso einträglicher.

Der Aufbau für 2 Spieler. Die Passagiere (Würfel) warten auf den Stegen eingeladen zu werden. Die Würfel werden entsprechend ihrer Zahl auf die Stege verteilt. Auf den Orten werden ebenfalls farbige Würfel verteilt (1 / Spieler)

Die Passagiere, durch verschiedenfarbige Würfel dargestellt, laden wir von einem der 6 Stege in unser Flugzeug. Je nach Steg kann ich noch einen Vorteil ergattern, das kann unter anderem ein zusätzliches Ticket oder mehr Treibstoff sein. Dann noch die Maschine tanken und los gehts.

Blau hat sich für Steg 3 entschieden, da es aber nur einen Würfel auf diesem Steg liegt, gibt er einen Dollar aus und darf den roten Würfel um einen Steg verschieben. Ausserdem erlaubt ihm dieser Steg Würfel von 2 Farben mitzunehmen.

Reihum fliegt dann jeder einen Passagier an ein Ziel, das ich mit den Handkarten (Tickets) bestimme. An den Zielorten liegen auf dem Spielplan Würfel mit den gleichen Farben wie die Passagiere. Fliege ich z. B. einen roten Passagier in eine Stadt mit einem roten Würfel, darf ich diesen nehmen und mein Flugzeug verbessern.

Mit dieser Hand aus Tickets startet Blau, Viele Orte sind weit weg und mit dem Sprit nicht zu erreichen. Die Zahl im Kringel besagt wieviel Sprit man von Whitehorse dahin braucht.

Haben alle ihre Passagiere transportiert, gibt es Geld für die am weitesten entfernte Stadt vom Startpunkt für die Passagiere und etwaige erfüllte Missionen.
Am Sonntag gibt es dann noch einen Bonus, der größer wird, je mehr unterschiedliche Städte ich angeflogen habe. Der reichste Spieler gewinnt.

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Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein

(Reinhard May)


Robert meint:

Yukon in Kanada, nach dem gleichnamigen Fluss benannt, ist eine besondere Gegend. Es liegt im Nordwesten des Landes und grenzt an Alaska. Ich kannte den Namen eher aus den Geschichten um den Goldrausch im 19. Jahrhundert. Es ist von der Fläche her deutlich größer als Deutschland und hat keine 40.000 Einwohner. Hier ticken die Uhren anders. Das merkt man auch Yukon Airways an, es spielt sich recht gemächlich. Denn man sollte seinen Mitspielern Zeit geben und benötigt diese auch selbst. Man will aus dem, was man hat, den bestmöglichen Zug machen. Das geht mit der Auswahl des Stegs los. Man will auf jeden Fall die Farben so wählen, dass man eine oder besser mehrere Verbesserungen fürs Flugzeug holt. Dabei muss man den Sprit genau verwalten. Hat man sich verkalkuliert, steht das Flugzeug nutzlos da. In unseren Runden gab es öfter das verbale sich in den Hintern beißen, weil man sich beim Treibstoff vertan hat. Dabei ist das, was man tun muss, nicht so schwer. Man hat das Gefühl, man könne den perfekten Zug berechnen, also möglichst weit fliegen und alle Boni dabei rausholen. Und aus dem Grund will man das auch tun. Das also kostet Zeit, mit anderen Worten Downtime, Downtime, Downtime. Es wird im Laufe der Partie besser, aber gerade zu viert ist das nicht zu vernachlässigen. Leute, die nur aus dem Bauch spielen, werden auf Dauer dabei eher das Nachsehen haben.

Die Passagiere sind an Bord, die beiden Würfel rechts auf der Flugzeugkarte. Weil Blau noch 2 Plätze frei hat, darf er seinen Sprit um 2 erhöhen (helles Rundinstrument).

Geht der hart erarbeitete Plan schlussendlich auf, ist es wirklich befriedigend, wenn das Geld reinkommt und man sein Flugzeug verbessern kann. Die Upgrades am Flugzeug sind der andere zentrale Teil des Spiels, mit jedem Schalter, mit jedem Drehen der Anzeigen wird es einfacher und günstiger, die Passagiere zu bewegen. Zusätzlich winken neben den reinen Verbesserungen noch Möglichkeiten, noch mehr Geld zu machen. Nach ein, zwei Partien sieht man doch schon bald, welche Reihenfolge der Verbesserungen am günstigsten ist. Das nimmt etwas von der Freude vom ersten Mal, konnte mir aber den Spaß am Spiel nicht nehmen.

Die Passagiere sind am Ziel. Rot Skagway, weil Blau 3 gleiche Symbole ($) gelegt hat bekommt er noch 3$ als Bonus. Für Pink hatte er kein Ticket und hat es mit 3 Karten ersetzt. Das Flugzeug hat er dafür verbessert, die beiden linken Rundinstrumente unten.

Die Interaktion zwischen den Spielern begrenzt sich auf zwei Dinge. Wie bei dieser Art Spiel üblich, nimmt man sich gegenseitig etwas weg. Dies kann aber fast immer gemildert werden. Zum einen kann mir ein Spieler einen Steg und die Würfel wegschnappen. Da hilft es, dass man gegen Geld Würfel von einem Steg auf einen anderen verschieben kann. Alles halb so wild, es sei denn, ich war abhängig vom Bonus des Steges, Sprit zum Beispiel, dann ist ärgern angesagt. Noch weniger schlimm ist es, wenn mir ein farbiger Würfel weggenommen wird, mit dem ich gerechnet habe. Dann nehme ich entweder den weniger wertvollen grauen Würfel oder ich plane um. In beiden Fällen ist das in unseren Partien nie absichtlich geschehen. Es hatten zwei Leute einfach die gleiche Idee. Yukon Airways ist absolut kein gemeines Spiel. Aus diesem Grund finde ich den Startspielervorteil auch nicht besonders groß
Mir haben die Partien zu viert am besten gefallen, auch wenn gerade anfangs die Downtime höher war, so war doch einfach mehr auf dem Brett los. Zu zweit hingegen ist es deutlich ruhiger..

Das gefiel uns:

  • Entspanntes Spiel bei dem man doch seinen Kopf anstrengen sollte
  • Schön gestaltetes Spielmaterial

Das nicht so:

  • Das Optimieren des Fliegers fühlt sich etwas repetitiv an
  • Könnte einen Hauch mehr Interaktion und Emotion vertragen.

Zusammenfassung

Ein lässiges Pick up and Deliver Spiel, bei dem man versucht, den optimalen Zug aus seinem Flieger rauszuholen.

Spielstil Wertung

7
10
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Hinweis:
Wir haben das Rezensionsexemplar ohne Auflagen gratis vom Verlag bekommen.
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Written by Robert Alstetter
Brettspieler und auch Sammler mit Hang zum Minimalismus - Rollenspieler D&D 5e - Hobbykoch und ProfiEsser - softwarebegeistert - Sportlaie auf dem Mountainbike - Musikkonsument So erreicht ihr ihn: Robert@Spielstil.net

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