Ja, ich habe es gemacht. Ich habe auf Boardgamegeek die bisher 810 bekannten Titel auf der Liste zur Spiel 2017 in Essen befindlichen Spiele durchgeackert. Hier präsentiere ich euch meine „Most Wanted“ Liste, die sich daraus gebildet hat.

Ein paar Worte jedoch vorab. Natürlich ist mir auch bewusst, dass nicht alle Spiele auf dieser Liste bereits 2017 zur Messe verfügbar sein werden. Aber ich werde hoffentlich vor Ort mehr Informationen erhalten. Denn diese sind rar gesät. Meistens erhält man aktuell leider nur einen kurzen Überblick über das Thema. Keine Mechaniken, keine Materialien. Einfach nur ein paar nette Verlagsworte.

Außerdem möchte ich noch kurz anmerken, dass mir natürlich auch Hype Projekte wie Charterstone, Terraforming Mars Erweiterungen und Projekt Gaja aufgefallen sind. Aber die werden bereits überall genannt. Da muss ich nicht auch noch mitmachen, weswegen ich diese hier nicht aufführe.

Lange Rede, kurzer Sinn. Viel Spaß mit der Liste.


Altiplano

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: dlp Games

Worum geht’s: Waren erhalten und liefern in den Anden.

Warum ist es auf der Liste: Das Cover! Ehrlich, das Cover hat mich sofort angesprungen. Ich kenne einige, die es absolut hässlich finden. Ich für meinen Teil finde es genial. Es kann erstens nicht genügend Alpakas auf Spieleschachteln geben und zweitens mag ich jeden Stil, der sich abseits ausgetretener Pfade befindet.

Aber auch beim Spiel selbst habe ich Hoffnungen. Großmundig werden unterschiedliche Strategien und Rollen angekündigt. Außerdem hat mich das Versprechen von Spieler Interaktion aufhorchen lassen. Hoffen wir, dass alles so gut abgemischt ist, wie es sich anhört.

 


Aristeia!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Corvus Belli

Worum geht’s: Die Zukunft beweist wieder, dass sie weiß, wie gute, familientaugliche Unterhaltung auszusehen hat. Eine Arena mit zwei Teams, die sich gegenseitig abmurksen.

Warum ist es auf der Liste: Von der Beschreibung erinnert einen das Spiel ein klein wenig an Running Man. In der Zukunft sind blutige Sportarten sehr beliebt. Einer davon ist Aristeia. In einer Arena aus Hexfeldern schlagen sich zwei Spieler kurz und klein.

Dass blutige Sportarten funktionieren hatten schon Blood Bowl (dessen Glücksanteil mir etwas zu hoch ist) und im PC- und Videospielsektor Speedball bewiesen. Ob Aristeia mehr ist, als nur ein taktisches auf die Glocke hauen, muss noch beweisen werden. Ich würde es mir auf jeden Fall wünschen.

 


Arkham Noir – Case #1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Ludonova

Worum geht’s: Kinder sind verschwunden, die Walpurgis Nacht steht bevor und wir werden als Ermittler gebeten das Mysterium in Arkham zu lösen.

Warum ist es auf der Liste: Ein Solo-Kartenspiel in der Welt von H.P. Lovecraft? Ich muss nicht mehr wissen. Ich will das Spiel sofort haben! Ja, ich weiß, ich bin mit Cthulhu Thematisierten Spielen nicht immer positiv bedient worden. Aber das hier, das muss einfach gut sein.

 


Cover me

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Jumping Turtle Games

Worum geht’s: Bastel Zeitschriften Cover und unterzieh dein Publikum einer passenden Gehirnwäsche, damit diese glauben, dass du weißt, wie Mode auszusehen hat.

Warum ist es auf der Liste: Ich weiß, jetzt spinnt er komplett. Ein Spiel, bei dem man versucht passende Zeitschriftencover auf den Markt zu werfen. Nein, ich mag Germanys next Top Model nicht. Nein, ich lese keine entsprechenden Zeitschriften. Aber das Thema empfinde ich persönlich mal als etwas ganz anderes. Dabei ist mir bewusst, dass das Spiel dazu nicht einmal gut sein muss. Aber das Thema sticht einfach aus Spiele-Einheitsbrei heraus.

 


Demon Worker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Japanime Games

Worum geht’s: Werde der nächste Dämonen König, indem du Menschen und Waffen sammelst und neue Mitstreiter beschwörst.

Warum ist es auf der Liste: Das Cover. Ehrlich, es war lediglich das Cover, was mich derart angesprungen hat. Es erinnert mich ein wenig an die gute alte Zeit, als noch Wickie, Heidi und Biene Maja auf ZDF im Kinderprogramm liefen (also nicht die CGI Remakes). Das und die Verbindung mit Menschenopfer ist so abstrus, das muss ich sehen.

 


Dice Hospital

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Alley Cat Games

Worum geht’s: Behandel Patienten und beruhige die lokale Obrigkeit.

Warum ist es auf der Liste: Eine Worker-Placement Krankenhaus Simulation mit Würfeln. Genau da hatte mich das Spiel bereits. Jedoch muss es sich auf der Messe noch beweisen. Schade, dass nicht schon mehr Informationen verfügbar sind.

 


Dinosaur Island

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Pandasaurus Games

Worum geht’s: Jurrassic Park für Zuhause

Warum ist es auf der Liste: Während viele das optische Design als grottenhässlich einstufen ist es für mich der Grund, warum mir das Spiel überhaupt aufgefallen ist. Außerdem reizt es mich einen Park voll fleischfressender Dinosaurier zu basteln und zu hoffen, dass sie meine Besucher nicht fressen werden. Oder vielleicht doch?

 


Dragon’s Interest:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Bwunsu Games

Worum geht’s: Was tut man, wenn man pleite ist, aber ein Königreich aufbauen möchte? Richtig, man leiht sich Geld von einem Drachen.

Warum ist es auf der Liste: Ein Drache als Kredithai. Punkt. Das war es. Ihr könnte weiter gehen. Hier gibt es nichts mehr zu sehen. Okay, vielleicht doch. Der Aufbau Aspekt und das ständige wachsen der Gebühren könnten genügend Druck aufbringen, um die Spieler schwitzen zu lassen. Gleichzeitig kann das Spiel natürlich entsprechend schnell kippen, was ich an der Stelle mal nicht hoffe.

 


Dynamite Nurse

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Japanime Games

Worum geht’s: Behandle Helden, die sich in Dungeons alles Mögliche eingefangen haben.

Warum ist es auf der Liste: Ein bisschen Deck-Building, ein interessantes Thema und ein spektakulärer Name. Das wirkt auf mich anziehend. Und nein… Das Cover hat nichts damit zu tun. Möchte ich mir zumindest einreden.

 


Edge of Humanity

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Golden Egg Games

Worum gehts: Bau in der Post-Apokalypse eine neue Civilisation auf

Warum ist es auf der Liste: Ich bin ein großer Fan von Fallout. Das Spiel hat einfach bewiesen, dass die Menschheit sich nicht unterkriegen lässt und meine Bereitschaft mich auf dystopische Zukunftsszenarien einzulassen geebnet. Ob der neue „Deck-Building“, „Drafting“ und „Hand-Management“ Mechanismus wirklich so neu ist werden wir sehen.

 


Heart of Crown

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Japanime Games

Worum geht’s:Der König ist tot und war nicht mal fähig einen Sohn als Thronfolger zu hinterlassen. Zum Glück stehen ein paar Prinzessinnen bereit und wir müssen dafür sorgen, dass diejenige Erbin wird, die uns am meisten in den Kram passt.

Warum ist es auf der Liste: Endlich mal wieder ein Deck-Building Spiel ohne Siegpunkte. Also fast. Denn es gewinnt nicht derjenige, der am Ende die meisten hat, Sondern, wer irgendwann mal 20 Punkte sein Eigen nennt. Theoretisch. Denn die anderen Spieler haben noch eine Runde die Möglichkeit einen wieder unter 20 Punkte zu bringen. Das klingt für mich nach direkter Interaktion, was ruhig häufiger vorkommen könnte.

 


High Treason – The trial of Louis Riel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Frosted Games

Worum geht’s: 1885, Louis Riel ist des Hochverrats angeklagt und soll gehängt werden. Im Spiel werden wir die Gerichtsverhandlung beeinflussen um… Ja… Um was? Das Ziel ist mir noch nicht bewusst.

Warum ist es auf der Liste: Weil ich denke, dass es Zeit wird für eine richtig gute Gerichtssimulation. Bei High Treason bin ich gespannt, wie diese genau umgesetzt wurde und welche Ziele zu verfolgen sind.

 


InBetween

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Board & Dice

Worum geht’s:Upsideville in den 80ern. Böse Mächte breiten sich aus, um die Stadt ihrer Herrschaft zu unterjochen.

Warum ist es auf der Liste: InBetween könnte ein spannendes 2er Spiel werden, in einem Kampf Gut gegen Böse. Von der Aufmachung her wirkt es für mich wie eines der früheren Stephen King Bücher. Eine normale Kleinstadt, ungewöhnliche Vorkommnisse, die sich immer weiter zuspitzen. Hoffentlich stimmt der Spannungsbogen.

 


Medical Frontier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Big Fun Games

Worum geht’s:Entwickle Medikamente mit möglichst wenig Nebenwirkungen und scheffle dabei einen Haufen Geld.

Warum ist es auf der Liste: Entwickle Medikamente mit möglichst wenig Nebenwirkungen und scheffle dabei einen Haufen Geld. Muss ich mehr dazu sagen? Würde ich gerne, aber mehr gibt die Beschreibung des Verlags leider nicht her. Dennoch haben mich Cover und Thema einfach so sehr angesprochen, dass das Spiel hier auf der Liste gelandet ist.

 


Montana

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: White Goblin Games

Worum geht’s:Baue Siedlungen, rekrutiere Arbeiter, fördere Rohstoffe.

Warum ist es auf der Liste: Weil es aussieht wie ein Spiel, das ich gerne spielen möchte. Es wirkt weder zu überladen, noch zu beliebig. Das Thema ist in Ordnung (man könnte theoretisch auch Bananen ernten und Kolonien bauen). Alles in allem wirkt das Spiel einfach wie gute Unterhaltung.

 


Mountains of Madness

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Iello

Worum geht’s:1931 entdecken wir ein Gebirge im Polarkreis, welches wir erforschen sollen.

Warum ist es auf der Liste: Ein kooperatives Echtzeitspiel in der Welt von H.P. Lovecraft verspricht, dass man die ein oder andere Überraschung erleben wird.

 


Nemesis

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Rebel

Worum geht’s:Die Crew eines Raumschiffs erwacht aus dem Kälteschlaf. Ein kritischer Systemfehler verhindert die weitere Reise. Nun liegt es an uns diesen zu beseitigen.

Warum ist es auf der Liste: Ein kooperatives Sci-Fi-Horrorspiel mit Verrat? Das weckt schon mal mein Interesse. Ein näherer Blick ist für mich unausweichlich.

 


Outlive

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Rebel

Worum geht’s:Die Natur hat die Welt zurückerobert und die Menschheit in einer gefährlichen Umgebung zurückgelassen. Post-Apokalypse mal anders.

Warum ist es auf der Liste: Sammle Rohstoffe bei Tag, verteidige dich in der Nacht. Wenn man der kurzen Beschreibung Glauben schenken kann gibt es bei Outlive ruhige Tage und spannende Nächte inklusive direkter Spieler Interaktion. Ein wenig Aufbau hier, ein Angriff da. Alles passende Zutaten für ein schmackhaftes Spiel. Jetzt muss nur noch das Rezept stimmen.

 


Terrifying Girl Disorder

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Japanime Games

Worum geht’s: In einer alternativen Zukunft beginnen Mädchen Superkräfte zu entwickeln.

Warum ist es auf der Liste: Ein bizarrer Card-Drafting Mechanismus ist versprochen und ich nehme Japanime Games beim Wort. Hoffentlich halten sie, was sie ankündigen. Die Optik selbst spricht mich schon mal an, wobei ich das Damokles Schwert der Beliebigkeit über dem Spiel fürchte. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

 


Transatlantic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: PD Games

Worum geht’s: Ende des 19. Jahrhunderts. Führt eine Schifffahrtsgesellschaft zum Profit. Kauft neue Schiffe, befördert Waren und Gäste und zeigt, dass ihr genau den richtigen Riecher habt.

Warum ist es auf der Liste: Ich sag nur zwei Dinge. Mac Gerdts und PD Verlag. Hier wurde ich noch nie enttäuscht.

 


Unicornus Knights

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlag: Alderac Entertainment Group

Worum geht’s: Beseitigt Gegner, damit die Prinzessin des Landes zurück in die Hauptstadt gelangt.

Warum ist es auf der Liste: Weil es anders ist. Das beginnt beim Cover und endet beim Spielziel. Keine Siegpunkte. Kein Überleben im Dungeon. Sondern ein Escortauftrag der besonderen Art. Außerdem wären da noch die Schicksalskarten, die die Verbindung zwischen dem Spieler und dem gegnerischen General aufzeigen und die verfügbaren Taktiken beeinflussen. Dadurch ist das Spiel für mich schon einen zweiten Blick wert.

 


 

Das waren sie, die Spiele, die mir bisher aufgefallen sind. Mal mit mehr, mal mit weniger logischen Argumenten. Aber alle für mich persönlich einen Blick auf der Messe wert.

Doch, was sind eure Favoriten dieses Jahr in Essen 2017? Lasst es mich wissen, nicht dass ich noch ein Juwel übersehen habe!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *