HILO – Schmidt Spiele 2019


Mit einem Menschen, der nur Trümpfe hat, kann man nicht Karten spielen.

(Christian Friedrich Hebbel)

In “HILO” hat jeder Spieler ein Raster aus 3×3 Karten vor sich liegen. Am Zug nimmt man die oberste Karte vom Ablage- oder Nachziehstapel und tauscht Karten mit seiner Auslage, mit dem Ziel am Ende mit möglichst wenigen Punkten da zu stehen. Optimal ist, wenn wir eine gleichfarbige Reihe oder Spalte hinbekommen. Denn diese Karten werden aus unserer Auslage entfernt. Eine Runde endet, wenn alle Karten eines Spielers offen liegen.

Die vor den Spielern liegenden Punkte werden über mehrere Runden aufgeschrieben. Hat ein Spieler die 100 überschritten gewinnt derjenige mit den wenigsten.

In dieser Galerie findet ihr ein paar Beispielzüge zum Ablauf:

Zu zweit bestreiten wir eine Partie "Hilo".
Als wir am Zug sind entscheiden wir uns dazu eine Karte vom Nachziehstapel zu nehmen. Wir dürfen sie nun mit einer unserer ausliegenden Karten tauschen oder abwerfen. Entscheiden wir uns für letzteres, müssen wir eine verdeckte Karte aufdecken.
Wir tauschen die 0 mit unserer offenen 10. Die 10 werfen wir ab.
In der nächsten Runde sehen wir eine orange 10 auf dem Ablagestapel. Obwohl die Karte hoch ist, entscheiden wir uns diese zu nehmen.
Wir tauschen sie mit einer der verdeckten Karten und werfen dabei eine 1 ab.
Warum machen wir das? Das zeigt uns unser Gegner, denn dieser hat eine einfarbige Reihe ausliegen.
Sobald ein Spieler das geschafft hat, werden alle Karten der Reihe oder Spalte abgeworfen.
Hat ein Spieler irgendwann alle übrigen Karten offen vor sich liegen ist das Spielende erreicht. Alle anderen sind nun noch einmal am Zug.
Danach werden die übrigen Punkte aufgeschrieben. Hat ein Spieler 100 Punkte überschritten, gewinnt derjenige mit den wenigsten Punkten.

Gute Künstler kopieren, große Künstler stehlen.

(Pablo Picasso)

Ich hatte unlängst ein Bild einer Partie “HILO” auf Facebook gepostet. Kurze Zeit kam der erste Kommentar. Dieser besagte, dass “HILO” ein reines Plagiat von “Skyjo” sei und Schmidt Spiele das überhaupt nicht nötig hätte. Und ja, da bin ich voll bei diesem Kommentar. Eine 1:1 Kopie, bzw. nur wenige, kleine Änderungen wären nicht nur unverschämt, sondern haben in der Spielebranche auch nichts zu suchen. Gut, wir wissen alle, dass Spiele gerne bekannte Mechanismen aufnehmen und abändern. Haben sie genügend eigene Ideen, ist das ja auch kein Problem. Aber, wie ist das nun mit “HILO” und “Skyjo”? Ich habe es mir nicht nehmen lassen und Schmidt Spiele darum gebeten mir darzulegen, wie sie zu den Plagiat-Vorwürfen stehen. Diese Antwort habe ich erhalten:


Genauso, wie die Spiele UNO (Mattel), Solo (Amigo), Stop (Abacus) usw. Abwandlungen des klassischen „Mau Mau“-Spiels sind, so sind Skyjo (Magilano), HILO (Schmidt Spiele), CABO (Smiling Monster Games), Biberbande (Amigo) usw. Abwandlungen des klassischen „Golf“-Kartenspiels.
Die Unterschiede der beiden Spiele im Überblick:

Insbesondere die Unterschiede wodurch eine 3er-Reihe entfernt wird und auch waagerechte und diagonale Reihen entfernt werden können, verändern das Spielgefühl enorm. Bei HILO kann man sich auch mal eine hohe Zahl nehmen, wenn man schon andere Zahlen in der gleichen Farbe liegen hat. Bei Skyjo ist das schon risikoreicher, da man dreimal die gleiche Zahl benötigt. Auch ist man bei HILO viel flexibler, weil eben nicht nur senkrechte Reihen entfernt werden können. Hinzu kommt, dass durch die kleinere Auslage eine Runde wesentlich kürzer ist und der Druck dadurch zunimmt. Das führt zu einem schnellen und lockeren Spielablauf bei HILO.


Inwiefern ihr mit den Ausführungen übereinstimmt, müsst ihr selbst entscheiden. Ich kann sie akzeptieren und sehe es wie Schmidt Spiele. Sonst müsste ich auch die ganzen Werwölfe Kopien und Stichspiele verurteilen.


Einfachheit ist das Resultat der Reife.

(Friedrich Schiller)

Christian meint:

“HILO” ist das perfekte Spiel für Familien. Alle können sofort integriert werden und es benötigt nur zwei Sätze der Erklärung, um starten zu können. Dennoch ist noch genügend Spannung und Druck dabei, um nicht total beliebig zu sein. Gerade den richtigen Punkt zu finden das Spiel zum Ende zu bringen ist immer wieder ein riskantes Vorhaben, das den Puls beschleunigt. Das liegt an einem Detail, welches ich euch oben noch nicht verraten habe. Leitet ihr das Ende ein und habt nicht die wenigsten Punkte, werden diese verdoppelt. Mehr als einmal kochten bei uns die Emotionen hoch, wenn ein Spieler die letzten verdeckten Karten aufdeckte und damit niedriger war, als der Spieler, der das Ende auslöste.

Natürlich braucht man sich nichts vorlügen. “HILO” hat einen immensen Glücksfaktor. Passen die Karten, hat man einen großen Vorteil. Aber eine der Zwischenrunden ist so kurz, dass das nicht großartig ins Gewicht fällt. Schnell werden die Karten neu gemischt und es trifft einen anderen Spieler.

Wenn ihr noch ein Weihnachtsgeschenk für Freunde sucht, die einfache, aber dennoch spannende Spiele bevorzugen, dann habt ihr das mit “HILO” gefunden. Mehr kann ich nicht sagen, denn ich werde gerade wieder zu einer Revanche aufgefordert. Drückt mir die Daumen.


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HILO

Schmidt Spiele


Autor: Eilif Svensson, Knut Stromfors
Dauer: ca. 30 Minuten
Spieler: 2 – 6
Schwierigkeit: Einsteiger, Familien
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