Dog Bring mich mit Spiel – Schmidt Spiele – 2019

Machen wir es wie die Schweizer auf deutschen Autobahnen und geben Gas. Ohne große Umschweife fangen wir gleich mit der Rezension zu “Dog – Bring mich mit Spiel” von Schmidt Spiele an.


Da liegt der Hund begraben.

(Sprichwort)

“Dog” ist kurz zusammengefasst Mensch ärgere dich nicht mit Karten statt einem Würfel. Doch dem Spiel wird die Beschreibung nicht ganz gerecht. Schließlich gibt es noch weitere Änderungen. Denn wir spielen nicht nur in Teams, sondern haben auch so manche Sonderkarte, die dem Gegner in die Suppe spucken kann. Und dann wäre noch die Ehrenrunde, die man drehen muss, wen man nicht genau plant.

In dieser Galerie zeigen wir euch ein Beispiel zum Spielablauf:

"Dog" wird zu viert gespielt. Dabei sind immer die zwei Spieler, die sich gegenübersitzen, ein Team.
Wir beginnen und teilen jedem Spieler sechs Karten aus.
Dies ist unsere Hand. Nun suchen wir eine von diesen, ohne Absprache, aus, die wir verdeckt mit unserem Partner tauschen.
Wir geben eine zwei her und erhalten dafür eine Sonderkarte.
Rot beginnt. Er spielt eine 13 aus, die zusätzlich ein Startsymbol trägt. Mit diesem darf er einen seiner Pöppel ins Spielfeld ziehen.
Auch Blau beginnt mit einer 13.
Grün hat keine Karte auf der Hand, die er spielen könnte. Er wirft seine kompletten Handkarten ab und steigt aus dieser Runde aus.
Wir spielen die erhaltene Sonderkarte und kommen damit auch raus.
Rot geht als nächstes zwölf Felder voran. 
Aber Blau muss sowieso wegziehen und bewegt sich zehn Felder.
In seinem nächsten Zug spielt Blau einen Joker. Er bestimmt, dass dies eine Tauschkarte sein soll. Dies erlaubt ihm den Platz mit dem roten Pöppel zu tauschen. Somit steht er kurz vor seinem Ziel.
Eine Runde später spielt Blau eine sieben. Diese dürfte beliebig auf seine Spielfiguren aufgeteilt werden. Da er jedoch genau sieben braucht, um aufs hintere Zielfeld zu gelangen, kann er sie perfekt nutzen. Würde er dabei über andere Pöppel ziehen, würde er diese alle (auch eigene) schlagen.
Eine Runde später spielt Blau eine weitere Tauschkarte und tauscht unseren Platz mit dem des roten Spielers.
Wir ziehen mit einer sechs weiter auf unser Ziel zu.
Da wir solange weiter Karten spielen müssen, wie wir könnten, spielen wir in der nächsten Runde die fünf und ziehen damit über unser Ziel hinweg.
Rot schafft es indes ins Ziel einzulaufen.
Wir spielen unsere letzte Karte. Nun teilt der rote Spieler fünf Karten an alle aus und die nächste Runde beginnt.
Hat ein Spieler alle seine Pöppel im Ziel, darf er die Figuren seines Partners bewegen. Es gewinnt das Team, das zuerst alle sechs Pöppel im Ziel hat.

Den Letzten, den beißen die Hunde.

(Sprichwort)

Die Reise-Edition von “Dog” kommt in der stabilen Metalldose daher, die ruhig etwas flacher sein dürfte. Das jetzige Format ist zwar handlich, aber für Reisen möchte man auf so viel unnötiges Volumen, wie möglich verzichten. Ansonsten macht das Material einen passablen, wenn auch nicht allzu hochwertigen Eindruck. Aber für den Einsatz im Freibad oder am See ist die Qualität jedoch passend.

Das Spiel ist beste Familienunterhaltung, die paar Spezialregeln schnell gelernt. Dabei darf man natürlich keine großartigen Entscheidungen erwarten. Es gibt sie in Ansätzen, indem man zum Beispiel seinem Mitspieler passende Karten zuschustert oder den genauen Moment abwartet, bevor man den Platz mit dem Gegner tauscht, aber ein Plan kann durch Pech genauso schnell in Flammen aufgehen.

Wo wir schon beim Feuer sind. Die brennende sieben ist an sich ganz nett gedacht. Da das Spiel jedoch so kurz ist, kommt man sich auf dem Spielfeld viel zu selten in die Quere, um sie effektiv nutzen zu können.

“Dog” ist ein schnelles Spiel zwischen Pommes und der nächsten Arschbombe vom Sprungbrett, welches einfach ausgepackt und sofort losgespielt werden kann. Es kann fast jeder integriert werden. Jetzt müsste es nur noch in die Hosentasche passen.

Dog – Bring mich mit Spiel

Schmidt Spiele


Autor:
Dauer: ca. 15 – 20 Minuten
Spieler: 2 – 4
Schwierigkeit: Einsteiger

Anmerkungen