Dungeon Roll – Pegasus – 2013

Bei Dungeon Roll begeben wir uns mal wieder in einen Kerker, um dort gegen Monster zu kämpfen und hoffentlich mit Schätzen und Erfahrung beladen und vor allem lebendig zurückkehren. Okay… wir sind ehrlich, das Thema haben wir schon mal gesehen und meistens ist es doch immer dasselbe. Würfle, bewege dich X-Felder und greif an. Aber hier ist alles ein klein wenig anders.
 
Dungeon Roll
 


Ablauf

Damit ihr ein Gefühl für das Spiel erhaltet werde ich euch nun eine normale Spielrunde aufzeigen.
In diesem Spiel wird uns der Ritter als Charakter begleiten.

Zuerst werden alle Gruppenwürfel geworfen. Als Ergebnis haben wir hier:

– 3 Spruchrollen
– 1 Dieb
– 1 Krieger
– 1 Priester
– 1 Champion

 Laut Spezialfähigkeit unseres Ritters werden aus allen Spruchrollen Champions.

Da wir uns aktuell auf Ebene 1 des Dungeons befinden würfelt unser Gegner mit einem Dungeonwürfel.

Der Drache wandert automatisch in den Drachenhort.

Es sind aktuell keine Monster zu besiegen, keine Schatztruhen zu öffnen und der Drache erscheint auch erst, wenn dreimal sein Konterfei gesammelt wurde.

Gratulation. Wir haben die erste Ebene überstanden, ohne einen Würfel abgeben zu müssen.

Also gehen wir unverzüglich runter in Ebene 2. Dort werden 2 neue Dungeonwürfel geworfen.

Wir werden mit 2 Schatztruhen „konfrontiert“. Um diese zu öffnen, geben wir unseren Dieb ab, der beliebig viele Schatztruhen öffnen darf.

 Darin finden wir 1 Drachenschuppe (je 2 sind am Spielende 2 XP wert) und einen Unsichtbarkeitsring, der uns erlaubt alle Würfel aus dem Drachenhort zu entfernen ohne kämpfen zu müssen.
Nach Runde 2 sind wir immer noch recht unverwüstet. Wir haben 6 übrige Helden, die Spezialfähigkeit unseres Charakters noch nicht verwendet und auch nur einen Drachen im Hort. Also, können wir problemlos auf in Ebene 3.

In Ebene 3 erwarten uns

– 1 Schleim
– 1 Skelett
– 1 Schatztruhe

Ohoh… das wird teuer

  Für den Schleim und das Skelett müssen wir jeweils einen Helden opfern. Wäre hier statt dem Schleim ein weiteres Skelett gelegen hätte der Priester ausgereicht, da er beliebig viele Skelette über den Jordan schicken kann.
 Für die Truhe verwenden wir einen unserer übrigen Champions. In der Truhe selbst finden wir das Diebeswerkzeug, welches wie ein normaler Dieb verwendet werden kann.

Die Ebene 3 ist überstanden. Es bleiben uns noch 3 Charakterwürfel. Dafür haben wir mit dem Diebeswerkzeug sozusagen einen Dieb für die Hosentasche dabei. Also kein Problem, wir gehen in Ebene 4.

Dort angekommen werden wir mit

– 3 Skeletten
– 1 Schleim

konfrontiert.

Ja, ich höre das Klatschen eurer Hand auf die Stirn. Hat er uns vorhin nicht erzählt, dass ein Priester alle Skelette beseitigen kann? Ja, kann er, ein Champion aber auch. Also verwenden wir 2 Champions, um die Monster zu besiegen. Einen für die Skelette und einen für den Schleim.
Erneuter Zwischenstand. Die Ebene 4 ist geschafft. Übrig ist noch ein Champion und unser Dieb im Rucksack. Alle anderen Charaktere haben wir bereits eingesetzt. Es wäre Wahnsinn nun in Ebene 5 zu gehen. Aber Wahnsinn gehört zum Tagesgeschäft und schließlich ist das Hauptelement im Spiel „Push your Luck“. Also, auf gehts die Treppe hinab.
– 3 Skelette
– 1 Goblin
– 1 Drache
erwarten uns. Der Drache wandert sofort in den Hort zu seinem Kollegen. Nun gibt es zwei verschiedene Lösungswege. Weg 1. Der Champion vernichtet die Skelette und unser Rucksack-Dieb den Goblin. Ich habe mich für Weg 2 entschieden (nicht, weil der Zug besser wäre, aber er ermöglicht mir euch noch ein paar neue Kniffe zu zeigen).
  Zuerst einmal wird die Spezialfähigkeit unseres Helden aktiviert. Dadurch werden alle Monsterwürfel als Drachen in den Hort gesetzt.
Da nun am Rundenende mindestens 3 Drachen im Hort sind greift uns dieser an. Um ihn zu besiegen müssen wir 3 verschiedene Charaktere einsetzen. Wie ihr euch erinnert haben wir aber nur zwei (1 Champion + 1 Dieb). Also verwenden wir unseren Ring der Unsichtbarkeit. Dadurch dürfen wir die Drachen ablegen, erhalten dafür aber keine Belohnung.
Jetzt wird es selbst unserem Helden zu heiß. Er verlässt den Dungeon und erhält dafür 5 XP als Belohnung (entsprechend der Dungeonebene, in die er vorgedrungen ist). Diese verwenden wir umgehend, um unseren Helden aufzustufen. Danach unternehmen wir noch 2 weitere Anläufe auf den Dungeon. Wer zum Schluss die meisten XP besitzt, der hat gewonnen.

Fazit

Wie ihr sehen konntet ist Dungeon Roll nicht gerade Anspruchsvoll. Also könnte man es problemlos in den Bereich Absacker oder Aufwärmer einsetzen. In der richtigen Runde mag das auch gut funktionieren.

Große Entscheidungen sind bei Dungeon Roll nicht zu treffen. Dafür gehen diese recht schnell von der Hand und laden zu einer gewissen Schadenfreude ein. Gleichfalls muss man sich immer wieder überlegen, ob man das Glück nun doch noch eine Ebene weiter herausfordern möchte.

Aber genügt das, um das Spiel zu einem Dauerbrenner zu machen? Nein. Zumindest nicht, wenn man das Spiel zu ernst angeht. Schließlich hängt viel vom Zufall ab, ob ich XP sammeln kann (neben der Ebene kann ich diese noch erhalten indem ich Drachen besiege oder gewisse Gegenstände aus den Truhen ziehe). Wie gesagt ist Dungeon Roll recht nett und kann gut eingesetzt werden, wenn man noch auf andere Mitspieler wartet und keine Lust hat großartig miteinander zu reden. Hier liegt meines Erachtens eine gewisse Daseinsberechtigung. Also, ganz nett, muss man aber nicht haben. Ob sich das Spielgefühl durch die Erweiterungen noch verfeinert kann ich leider (noch) nicht sagen, werde es jedoch nachreichen, wenn ich mir diese mal zulegen sollte. Aktuell habe ich noch keine große Lust dazu…

 

Dungeon Roll

Pegasus 2013


Autor: Chris Darden
Dauer: ca. 5 – 10 Minuten je Spieler
Spieler: 1 – 4
Schwierigkeit: Einsteiger

Anmerkungen