Besuch auf der Spielwiesn 2019

O’gspuilt is… Oder so ähnlich. Denn es war wieder soweit. Vom 15.11. – 17.11. fand die diesjährige Spielwiesn in unserer schönen Landeshauptstadt (für alle Preißn – München) statt. Und auch, wenn die Messe nicht dasselbe bietet, wie die Spiel in Essen, hat sie doch ihren ganz eigenen Charme. Was wir dabei so erlebt haben, erzählen wir euch hier.


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Die Spielwiesn im Überblick

Vor kurzem sind die offiziellen Zahlen dieses Jahres durchgegeben worden. Und auch, wenn man es Freitag noch nicht absehen konnte, waren insgesamt 60.000 Besucher vor Ort und haben sich von über 150 Ausstellern auf 14.000 m² zeigen lassen, was es alles Schönes ums Thema Spiel und MINT gibt. Denn die Spielwiesn ist keine reine Brettspiel-Veranstaltung. Eine Halle gehört der Forscha, wo Kinder und alle, die sich dafür interessieren, mit lustigen Experimenten Wissen hautnah erleben dürfen. Neben den offiziellen Ständen gibt es noch Deutschlands größte, verlagsunabhängige Spielfläche. Im Spielverleih warteten über 3.000 Titel darauf entdeckt zu werden. Zusätzlich konnte man natürlich an den Verlagsständen geführt Neuheiten entdecken.

Wer nach einem langen Messetag immer noch nicht genug hatte konnte in der “Langen Nacht der Spiele” (Freitag) oder der Geek Night (Samstag) noch fröhlich weiterspielen.


Das Generationensiegel

Zum ersten Mal wurde offiziell das Siegel “Generationenspiel” unter der Schirmherrschaft von Bayerns Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner und dem Spielecafé der Generationen – Jung und Alt spielt e.V. verliehen. Laut Petra Fuchs werden dabei Spiele geehrt, die einen generationenverbindenden Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft leisten. Spiele, die Großeltern, Eltern und Kindern gleichermaßen Freude bereiten. Dabei würde ein harter Kriterienkatalog zu Rate gezogen, der zuerst die Qualität des Spiels bewerte (z. B. ob Texte auf Karten groß genug gedruckt wurden, Farben zu unterscheiden sind oder Figuren Standfestigkeit beweisen). Erst nach Bestand des Faktenchecks bewertet die Jury auch den Spielespaß für die verschiedenen Altersstufen. Bei der Vergabe des Siegels soll auf eine reiche Vielfalt geachtet werden, so dass die Siegel-Spiele daher verschiedene Schwierigkeitslevel aufweisen können. Ich bin gespannt, ob die zukünftigen Preisträger dem gerecht werden.

Die bisherigen Preisträger sind:

Patchwork Express von Lookout Spiele
Memoaaar! von Edition Spielwiese
Billabong von Franjos
Qwixx vom Nürnberger Spielekarten Verlag
L.A.M.A. von Amigo Spiele

An diesem Abend wurde nun ein weiteres Siegel an Splendor von Space Cowboys verliehen.

Abschlussfoto. Von Links nach rechts: ; Thomas Gärtner, Veranstalter der Münchner Spielwiesn; Kerstin Enghuber 2. Vorsitzende Spielecafé der Generationen; Tom Werneck, Mitglied der Jury Generationenspiel; Petra Fuchs, 1. Vorsitzende Spielecafé der Generationen – Jung und Alt spielt e.V. und Sprecherin der Jury; Ralph Bienert, Lookout Spiele; Patrick Kellermann, ASS; Plattner, stellvertretende Landrätin Rottal-Inn, Torsten Becker, Asmodee; Reiner Knizia Autor von Lama; Joachim Ulbrich, Geschäftsführer von Amigo Spiele; Michale Schmitt, Inhaber von Edition Spielwiese; Steffen Benndorf, Autor von Qwixx; Franz Jurthe, Geschäftsführer von Nürnberger Spielekarten Verlag; Staatssekretärin Carolina Trautner vom Bayerischen Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales


Lustige Begegnung

Mein lustigster Moment war der, als wir uns an einem Verlagsstand ein Spiel erklären ließen. Nein, ich sage nicht an welchem, weil die Begebenheit zwar irgendwie süß ist, ich aber niemanden vor den Kopf stoßen möchte.

Wir waren also mitten in der Erklärung, als ein Mann sich vor einem der Werbeaufsteller präsentierte und von zwei Fotografen geknipst wurde. Die Erklärerin blickte kurz auf und fragte, wer das denn nun sei. Darauf sagte ich ihr, dass das Dr. Reiner Knizia ist. Autor des Spiels, das sie uns gerade erklärt.

Da diese Geschichte niemandem in meinem Bekanntenkreis auch nur ein Lächeln entlocken konnte, muss ich sie wenigstens euch erzählen.


Interessante Spiele

Wir haben auch einiges angespielt, leider aufgrund Zeitmangels nicht bis zum Schluss. Aber dennoch möchte ich euch nicht vorenthalten, welche Titel bei mir so viel Interesse weckten, dass ich einen zweiten Blick drauf werfen werde.


Coralia

Huch!

Coralia hatte es ja auf meine Most Wanted Essen 2019 geschafft. Und, nachdem ich das Spiel nun live, in Farbe und bunt sehen durfte, ist der Drang weiter gewachsen es haben zu wollen. Das Spiel sieht einfach toll aus!

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Dice Hospital

Kobold Spieleverlag

Seit Theme Hospital habe ich einen Hang zu “netten” Krankenhaus-Simulationen. Und so war ich natürlich auch hier sehr neugierig, wie das Thema umgesetzt wurde. Leider war der Tisch immer besetzt, wenn ich vorbeigekommen bin. Aber, was ich gesehen habe, hat mich motiviert mich mit dem Spiel beschäftigen zu wollen. Ich hoffe, das kann ich bald nachholen.

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Grimms Wälder

Mirakulus

Ein deduktives Aufbauspiel erwartet uns bei Grimms Wälder. Schätze, wo die Mitspieler Rohstoffe sammeln, damit dir am meisten bleibt und bau vor allen anderen die nötigen Häuser der drei kleinen Schweinchen. Ein Spiel, das ich schon aufgrund des tollen Aussehens bei meiner Familie platzieren kann.

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Mission Callisto

Prototyp von Christian Fürst-Brunner

Diesen Prototypen habe ich auf der Wiesn nicht gespielt. Das hatte jedoch einen Grund. Ich hatte bereits vorab mit Christian ausgemacht, dass wir einen Prototypen-Tag machen werden, an dem wir uns nur Spielen ohne Verlag widmen werden. Dennoch habe ich die Zeit genutzt mir das Material anzusehen und mit Christian ein paar Worte zu wechseln. Aber zurück zum Spiel. Er hatte mir die Regeln bereits per Mail geschickt. Klingt bisher interessant und ich freue mich auf unsere Partie. Dann erzähle ich euch auch mehr.

So viel sei jedoch gesagt. Mission Callisto mischt Worker-Placement, Card Management und Tableau Building. Dabei ist es auch möglich Arbeiter der Mitspieler einzusetzen, die für einen selbst stärker sind, jedoch auch dem Gegnereinen Vorteile bringen.


Los Rollos

HCM-Kinzel

Ich weiß immer noch nicht, ob ich bei Los Rollos von einem Heidenspaß oder totalem Wahnsinn sprechen soll. Sicher bin ich nur, dass es meinem Sohn gefallen dürfte. Wir haben einen Turm vor uns, der eine Kugelbahn ist. Unter Zeitdruck müssen wir nun entscheiden, wo wir die Murmel einwerfen, damit sie passend durchrollt. Denn Pluspunkte sollen bei uns und Minuspunkte beim Gegner landen. Und damit der nächste Spieler es nicht zu leicht hat, dürfen wir nach unserem Zug die Bahn modifizieren.


Tajuto

Abacusspiele

Laut Erklärung verbindet Tajuto Taktik, Strategie und Glück. Letzteres kommt vorwiegend dadurch ins Spiel, dass die Bauteile der einzelnen Pagoden aus einem Stoffbeutel gezogen werden. Ob das zu viel Einfluss auf den Sieg hat, wird sich zeigen müssen. Aber mein Interesse ist von dem, was ich sehen konnte, geweckt worden.

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Team 3

Abacusspiele

Kann es gut gehen, wen wir zu dritt mit Tetris-Artigen Bauteilen ein Kunstwerk erreichten müssen? Okay, das ginge ja noch, aber schwer wird es, wenn derjenige, der den Plan sieht nicht sprechen und derjenige, der baut, nicht sehen kann. Da kommt man als Vermittler ganz schön ins Schwitzen. Das macht aus Team 3 ein schönes, gute Laune Spiel. Ich weiß schon, was ich dieses Jahr für Silvester brauche.

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Whoosh – Die Monsterschnapper

Artipia Games

Manchmal klappt es einfach. Da schlendert man ohne Ziel durch die Hallen und wird von der Seite angesprochen und aufgefordert mitzuspielen. Das haben meine Frau und ich uns nicht nehmen lassen und Whoosh gings los. Im Zentrum liegen drei Monster mit unterschiedlichen Waffensymbolen. Nacheinander decken wir Karten auf, auf denen Waffen abgebildet sind. Liegen alle auf einem Monster abgebildeten Waffensymbole aus, heißt es drauf hauen und das Monster fangen. Damit das nicht zu leicht wird, gibt es noch zerbrochene Waffen als Ablenkung.

Die Partie war lustig und das lag weder am wackelnden Tisch noch daran, dass ich fast unbesiegbar war.

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Ausklang

Alles in allem war die Spielwiesn wieder toll aber anstrengend. Jedoch wird die Messe gefühlt immer mehr zur reinen Verkaufsmesse. Natürlich gibt es so viel freie Spielfläche, dass die Spiel in Essen grün vor Neid werden dürfte, jedoch merkt man auch den Verlagen an, dass sie Essen “ernster” nehmen. Dabei hätten Sie hier eine immense Möglichkeit ein fasziniertes Publikum zu erreichen. Leider immer weniger den Vielspieler, dafür aber die, vom finanziellen Aspekt gesehen, interessantere breite Masse. Und dieser sollte unbedingt gezeigt werden, welch wundervollen Spiele unser geliebtes Hobby so hervorbringt.

Ich freue mich bereits aufs nächste Jahr. Dann nehme ich mir auch wieder mehr Zeit, um mich einfach mal hinzusetzen und zu spielen. Garantiert.

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